Bundesamt für Naturschutz

Hauptbereichsmenü



Ökologie & Lebenszyklus

Ökologie der Art

Allgemein bestehen große Wissenslücken zum Lebensraum, der Ausbreitungsfähigkeit und über den Lebenszyklus der Art. Der Goldstreifige Prachtkäfer bewohnt die Baumkronen alter Bäume mit abgestorbenen Ästen. Die Männchen verlassen die Wipfelregion ihrer Schlupfbäume nicht. Wogegen die Weibchen in seltenen Fällen die Kronenräume verlassen, um bei Vorhandensein geeigneten Brutholzes am Boden ihre Eier dort abzulegen (Izzillo 1996, Mühle et al. 2000). Als Brutholz wird hauptsächlich Kiefer (Pinus spec., Luce 1997), aber auch Lärche (Larix decidua, Curletti 1994) genutzt. Die Entwicklung der Larven erfolgt im rindenlosen Holz von abgestorbenen Bäumen oder in abgestorbenen Teilen lebender Bäume. Dabei werden wohl sonnenexponierte Hölzer bevorzugt (Ellmauer 2005).

Beschreibung des Lebenszyklus im Zusammenhang mit Landnutzungsaktivitäten

Allgemein bestehen große Wissenslücken zum Lebenszyklus der Art. Die Art bewohnt ausschließlich historisch alte und kaum bis nicht bewirtschaftete Wälder (Ellmauer 2005). Der Goldstreifige Prachtkäfer wird auf der Liste der Urwaldreliktarten Deutschlands in der strengsten Kategorie geführt (Müller et al. 2005) und ein Vorkommen in den wenigen naturnahen heimischen Kiefernstandorten Bayerns erscheint nicht unwahrscheinlich (Bussler & Müller-Kroehling 2007).