Bundesamt für Naturschutz

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Ökologie & Lebenszyklus

Ökologie der Art

Der Donau-Kaulbarsch gilt als strömungsliebende Art, hält sich aber während der Fortpflanzungszeit in ruhigen Nebengewässern und Altarmen auf (Spindler 1997). Er ernährt sich vor allem von kleinen bodenlebenden Wirbellosen, wobei die Zusammensetzung im Jahreslauf stark variiert, Zuckmückenlarven und –puppen machen jedoch den Hauptbestandteil aus (Specziár & Vida 1995).

Beschreibung des Lebenszyklus im Zusammenhang mit Landnutzungsaktivitäten

Die Männchen pflanzen sich erstmals mit 1-2 Jahren, die Weibchen mit 2-3 Jahren fort (Kottelat & Freyhof 2007). Mit Ausnahme der Paarungszeit sind die Donau-Kaulbarsche Einzelgänger (Specziár & Vida 1995). Von April bis Mai wandern die Meisten der Tiere in die Nebengewässer um dort abzulaichen. Hierbei handelt es sich überwiegend um Altarme, wobei nach Siligato (1998) reich gegliederte Abschnitte mit variierenden Strömungsgeschwindigkeiten bevorzugt werden. Dort legen sie die Eier an der Oberfläche von Steinen und Kies ab (Spindler 1997).

Auswirkungen von Landnutzungsaktivitäten und damit einhergehende bedeutende Gefährdungsursachen sind für den Donau-Kaulbarsch nicht bekannt. Möglicherweise wirken sich Abtrennung und Zerstörung von Altwässern negativ auf ihn aus, da seine Laichgebiete verloren gehen, wie auch durch den Bau von Staustufen und Fließgewässerbegradigung die benötigte Strömung nicht mehr vorhanden ist (Jurajda & Černý 1997, Lelek 1987).