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Ökologie & Lebenszyklus

Ökologie der Art

Das Biegsame Nixenkraut findet man vor allem in nährstoffarmen bis mäßig nährstoffreichen (oligo- bis mesotrophen) Stillgewässern. Die Nährstoffversorgung kann offenbar weitgehend über das Wurzelsystem erfolgen (Carignan 1982), wodurch die Pflanze weniger von den Nährstoffkonzentrationen im Freiwasser abhängig ist. Bemerkenswert ist, dass das Biegsame Nixenkraut trotz der Bevorzugung von kalkreichen Gewässern ausschließlich freies CO² als Kohlenstoffquelle verwenden kann (Hough & Fornwall 1988).

Es bevorzugt flache Gewässerabschnitte und -buchten mit einer Wassertiefe von 30 cm bis 1 m. Bei guten Lichtverhältnissen wächst die Art allerdings auch noch in zwei bis sechs Metern Tiefe. Aus Nordamerika wurde eine außergewöhnliche maximale Tiefe von 12-14 m berichtet (Pip & Simmons 1986). Die Wurzeln der Pflanze sind im meist basen- bzw. kalkreichen, humosen, sandigen oder schlammigen Untergrund verankert. Oft sind ganze Teile der Pflanze von Bodensatz überlagert und nur wenige aufsteigende Triebe sichtbar (Casper & Krausch 1980). Dadurch wird die Pflanze leicht übersehen.

Unter günstigen Bedingungen ist das Biegsame Nixenkraut in der Lage, dichte Unterwasser-Rasen auszubilden, meist liegt es aber eher locker ausgebreitet im Wasser. In nährstoffreicheren Gewässern wird das empfindliche Nixenkraut durch konkurrenzkräftigere Pflanzen schnell verdrängt. In ihrem derzeitigen Hauptverbreitungsgebiet in Nordamerika zeigt die Art mitunter ein ausgeprägtes Pionierverhalten nach Störungen (Wingfield et al. 2004) und wurde sogar zum Problemfall durch Massenentwicklungen (Tazik et al. 1982).

Beschreibung des Lebenszyklus im Zusammenhang mit Landnutzungsaktivitäten

Das Biegsame Nixenkraut verbringt seinen ganzen Lebenszyklus untergetaucht im Wasser. Auch zur Blütezeit erreichen die Triebe mit den unscheinbaren Blüten nicht die Wasseroberfläche. Die Bestäubung der Blüten findet somit vollständig unter Wasser statt (sog. Hydrophilie), was eine seltene Erscheinung unter den im Wasser lebenden Samenpflanzen darstellt (Huang et al. 2001, Sculthorpe 1967). Die Pflanzen sind monözisch, d.h. es kommen jeweils männliche und weibliche Blüten gemeinsam auf einer Pflanze vor. Gemischtgeschlechtliche Blüten gibt es allerdings nicht. Eine vegetative Vermehrung der Pflanzen spielt keine Rolle (Hutchinson 1975), weswegen die Art auf die Verbreitung ihrer Samen angewiesen ist. Die Samen des Biegsamen Nixenkrautes dienen der Pflanze zur Überwinterung. Als einjährige Art stirbt das Biegsame Nixenkraut im Herbst nach der Fruchtreife ab. Die Samen treiben erst auf dem Wasser bis sie schließlich zu Boden sinken, wo sie in den