Bundesamt für Naturschutz

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Lokale Population & Gefährdung

Abgrenzung der lokalen Population

Beim Wolf wird das Rudel oder Paar als lokale Population definiert. Wolfsrudel nutzen Territorien von 150-350 km2 (Jedrzejewski et al. 2007). Da die Besiedlung neuer Gebiete über Einzeltiere vor sich geht, zu denen jederzeit ein zweites Tier kommen kann, werden längerfristige Besiedlungen durch Einzeltiere auch als lokale Population angesehen. Außer beim Vorkommen eines Rudels ist auch dann von einer lokalen Population auszugehen, wenn mehrere bestätigte Hinweise oder Nachweise (gemäß Monitoringstandards, Kaczensky et al. 2009) über einen Zeitraum von einem halben Jahr in einem Gebiet gelungen sind.

Gefährdungsursachen

Der Wolf ist vor allem durch Maßnahmen der Forstwirtschaft, durch Lebensraumzerstörung und direkte Verfolgung gefährdet.

Forstwirtschaft

  • Störungen durch Fäll- und Rückearbeiten, Zaunbau oder Bodenbearbeitung zur Vorbereitung von Neupflanzungen im Umfeld einer Wurfhöhle, wenn die Welpen noch klein sind

Sonstige

  • Landschaftsfragmentierung durch Verkehrswegebau
  • Verkehrstod
  • (illegale) direkte Verfolgung durch den Menschen
  • Krankheiten (Übertragung durch Hunde: Staupe, Räude)
  • Genetische Verarmung (Ursache: Kleine Bestände und unregelmäßige oder fehlende Zuwanderung nicht verwandter Tiere)
  • Störungen an der Wurfhöhle durch Wanderer oder freilaufende/streunende Hunde

Überblick zum Status der Art

FFH -Richtlinie II, IV
Rote Liste Deutschland (Meinig et al. 2009) 1 (Vom Aussterben bedroht)
Rote Liste Europa (Temple & Terry 2007) LC (Nicht gefährdet)
Verantwortlichkeit (Meinig et al. 2009) -
Erhaltungszustand in den biogeografischen Regionen gemäß  Nationaler Bericht 2013 Atlantische Region: ungünstig - schlecht; kontinentale Region: ungünstig – schlecht

Merkmale

 Merkmale Wolf

Literatur

 Literatur