Bundesamt für Naturschutz

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Lokale Population & Gefährdung

Allgemeine Gefährdungsursachen

In der Nordsee ist der Schwertwal hauptsächlich durch Störungen und schleichende Vergiftung gefährdet. Schwertwale besitzen wie alle Zahnwale ein sehr empfindliches Gehör, welches durch knallartige Unterwassergeräusche geschädigt werden kann. Selbst Lärm, der keinen bleibenden Schaden verursacht, kann sie nachhaltig schädigen, z.B. indem er die Kommunikation der sozialen Tiere erschwert oder verhindert.


  • Eine Überfischung der Nahrungsarten, insbesondere Lachs und Hering könnte dem Schwertwal die Lebensgrundlage entziehen
  • Darüber hinaus ist es möglich, dass Schwertwale in Fischernetzen „beigefangen“ werden und umkommen, oder dass zu starke Fischereiaktivitäten (z.B. durch Motorenlärm) stören bzw. verscheuchen oder zu Kollisionen führen
  • Seismische Erkundungen, Militärsonare und industrielle Baumaßnahmen, z.B. das Rammen von Fundamenten oder Schürf- und Baggeraktivitäten, führen z.T. zu sehr starken Lärmbelastungen, die zu Gehörschäden führen können
  • Die Einleitung von Schwermetallen und kaum abbaubaren organischen Giften führt zu einer ständig anwachsenden Anreicherung, z.B. im Fettgewebe der Schwertwale
  • Störung durch Schifffahrt

Überblick zum Status der Art

FFH -Richtlinie IV
Rote Liste Deutschland (Meinig et al. 2009) nicht enthalten
Rote Liste Europa (www.iucnredlist.org/initiatives/europe) DD (Daten unzureichend)
Verantwortlichkeit (Meinig et al. 2009) bisher keine Bearbeitung

Verbreitung

Literatur