Bundesamt für Naturschutz

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Lokale Population & Gefährdung

Allgemeine Gefährdungsursachen

Der Lebensraum des Regensburger Gelblings ist durch eine kleinräumige Nutzungs- und Nischenvielfalt charakterisiert. Die Art ist damit der Prototyp einer an eine vielfältige Kulturlandschaft angepassten Schmetterlingsart. Jegliche Vereinheitlichung und Uniformierung der Landschaft führt zu einer massiven und rasanten Verschlechterung der Vorkommen. Sogar die gut gemeinten Förderinstrumente der EU, die in Tschechien aufgrund der Förderrichtlinien aber zu einer Vereinheitlichung der Nutzung führten, haben das Aussterben des Regensburger Gelblings befördert (Konvicka et al. 2008).


  • Aufgabe kleinräumiger Nutzungen bzw. Vereinheitlichung der Nutzung in Land- und Forstwirtschaft
  • Ungünstige räumlich-zeitliche Steuerung der Beweidung von Kalkmagerrasen (z.B. zu großflächig, zeitgleich auf Teilflächen oder ungünstige Intensität)
  • Verlust der Dynamik in als Lebensraum geeigneten Lebensraumkomplexen
  • Verlust lichter Waldbestände, fehlende Lichtungen und Reduktion von offenen Waldrändern
  • Fehlende Keimungs- und Wuchsbedingungen für den Regensburger Geißklee
  • Verlust der Vernetzung der Lebensräume (Biotopverbund) und großräumiger Wiederbesiedlungsmöglichkeiten
  • Nach Modellrechnungen besteht ein extrem hohes Risiko durch den Klimawandel (Settele et al. 2008). Auch bei den aktuellen Rückgängen wurde die verringerte Kontinentalität des Klimas als mögliche Teil-Ursache diskutiert

Überblick zum Status der Art

Synonyme Orangeroter Heufalter
FFH -Richtlinie II, IV
Rote Liste Deutschland (Reinhardt & Bolz 2011) 0 (Ausgestorben oder verschollen)
Rote Liste Europa (van Swaay et al. 2010) EN (stark gefährdet), in der EU CR (vom Aussterben bedroht)
Verantwortlichkeit (Reinhardt & Bolz 2011) -

Verbreitung

Literatur

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