Bundesamt für Naturschutz

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Lokale Population & Gefährdung

Abgrenzung der lokalen Population

Da über den Donau-Kaulbarsch nur wenig bekannt ist, und sich die aktuelle Datenlage als unzureichend erweist (Freyhof & Kottelat 2008), ist die Abgrenzung der lokalen Population zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht möglich. Großräumig lässt sich sagen, dass der Donau-Kaulbarsch nur in der mittleren und unteren Donau und im Mittel- und Unterlauf einiger ihrer Zuflüsse (Holčík & Hensel 1974, Ladiges & Vogt 1978, Lelek 1987) sowie in den Flüssen Dnjestr und Dnjepr vorkommt. Zum Ablaichen wandert er aus dem Hauptstrom in die strömungsberuhigten Nebengewässer ein (Siligato 1998, Specziar & Vida 1995). Die Entwicklung der Population ist unbekannt (Freyhof & Kottelat 2008).

Gefährdungsursachen

Der Donau-Kaulbarsch ist weit verbreitet und als ungefährdet eingestuft. Bedeutende Gefährdungsursachen sind nicht bekannt (Freyhof & Kottelat 2008). Dennoch wird durch die Abtrennung und Zerstörung von Altwässern der Zugang zu den Laichplätzen zerstört, die von essenzieller Bedeutung für die Fortpflanzung sind. Weiterhin ist die Art in Deutschland durch den Bau von Staustufen und den daraus resultierenden Lebensraumverlust gefährdet.

Sonstige

  • Änderung der Strömungsverhältnisse durch Querbauwerke und Fließgewässerbegradigung
  • Veränderung von Lauf und Struktur der Fließgewässer

Überblick zum Status der Art

FFH -Richtlinie II, IV
Rote Liste Deutschland (Freyhof 2009) * (ungefährdet)
Rote Liste Europa (Freyhof & Brooks 2011) LC (nicht gefährdet)
Verantwortlichkeit (Freyhof 2009) -
Erhaltungszustand in den biogeografischen Regionen gemäß  Nationaler Bericht 2013 Kontinentale Region: ungünstig - unzureichend