Bundesamt für Naturschutz

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Lokale Population & Gefährdung

Abgrenzung der lokalen Population

Die lokale Population ist entsprechend der Bewirtschaftungseinheit („Ackerschlag“) abzugrenzen. Fallweise können auch mehrere Bewirtschaftungseinheiten eines Bewirtschafters zusammengefasst werden, wenn diese unmittelbar aneinander angrenzen.

Gefährdungsursachen

Hauptgefährdung für die Dicke Trespe sind die Auswirkungen der industriellen Landwirtschaft, insbesondere die Änderung des Getreideanbaus.

Landwirtschaft

  • Kurz- und mittelfristiger Verlust einer keimfähigen Samenbank durch Intensivierung von Bodenbearbeitung (> 10 cm tief pflügen), chemische Unkrautbekämpfung (Herbizide und Nacherntebehandlung)
  • Bewirtschaftung nach Keimung im Herbst
  • Mulchen der Wegränder vor der Fruchtreife
  • Entwässerung feuchter Senken
  • Beseitigung von Bewirtschaftungshindernissen wie Stufenraine

Sonstige

  • Bebauung von Ackerflächen
  • Flächenstilllegung und -umwandlung zu Grünland
  • Geringe Berücksichtigung der Art, da sie kaum erkannt und dadurch übersehen wird
  • Über Schutzgebietsausweisung schlecht erfassbar, daher sind gezielte Schutzmaßnahmen erforderlich

Überblick zum Status der Art

Synonyme Bromus grossus var. velutinus, Bromus multiflorus, Bromus velutinus, Bromus nitidus, Bromus segetalis var. multiflorus, Bromus secalinus var. multiflorus, Bromus secalinus subsp. grossus, Bromus secalinus subsp. multiflorus, Bromus secalinus subsp. velutinus
FFH -Richtlinie II, IV
Rote Liste Deutschland (Ludwig & Schnittler 1996) 1 (Vom Aussterben bedroht)
Rote Liste Europa (Bilz et al. 2011) DD (Daten ungenügend)
Verantwortlichkeit (Ludwig et al. 2007) Besonders hohe Verantwortlichkeit
Erhaltungszustand in den biogeografischen Regionen gemäß  Nationaler Bericht 2013 Kontinentale Region: ungünstig - unzureichend