Bundesamt für Naturschutz

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Lokale Population & Gefährdung

Abgrenzung der lokalen Population

Auf Grund der geringen Nachweisdichte der Art in Deutschland ist die fachliche Abgrenzung einer lokalen Population sehr schwierig. Flächen, von denen Nachweise der Birkenmaus vorliegen sind als Lebensraum einer lokalen Population anzusehen. Die Abgrenzung einer lokalen Population kann anhand von Strukturen und der Landnutzung erfolgen. Ungeeignete Lebensräume (z.B. große Siedlungs- und Gewerbeflächen oder ausgedehnte wenig gegliederte Ackerlandschaften) sowie lineare Ausbreitungsbarrieren (z.B. breite Fließgewässer, Straßen mit hohem Verkehrsaufkommen) stellen die Grenzen dar.

Gefährdungsursachen

In ihrem geographisch kleinen Vorkommensgebieten ist die Birkenmaus vor allem durch großflächige Nutzungsänderungen mit Vernichtung der Pflanzendecke oder Veränderung der Pflanzenartenzusammensetzung und Veränderungen des Grundwasserspiegels gefährdet.

Land- und Forstwirtschaft

  • Rodungen von Gehölzen
  • Entwässerungen von Mooren (ggf. aber auch ein Anstau im Winter)
  • Umbruch von durchgewachsenem Grünland
  • Grabenunterhaltungsmaßnahmen oder -verfüllung
  • Flächige Räumung von Windwürfen
  • Großflächige Aufforstung insbesondere mit Nadelholzreinbeständen von Fichten und Douglasien
  • Entfernen von Unterholz in Wäldern
  • Entfernen von Totholz aus Wäldern
  • Kahlschläge > 1 ha

Sonstige

  • Straßen- und Siedlungsbau
  • Fang durch streunende Hauskatzen
  • Feuer (Wald- oder Moorbrände)
  • Winterliche Hochwassersituationen

Überblick zum Status der Art

FFH -Richtlinie IV
Rote Liste Deutschland (Meinig et al. 2009) 1 (Vom Aussterben bedroht)
Rote Liste Europa (Temple & Terry 2007) LC (Nicht gefährdet)
Verantwortlichkeit (Meinig et al. 2009) im besonderen Maße für hochgradig isolierte Vorposten verantwortlich
Erhaltungszustand in den biogeografischen Regionen gemäß  Nationaler Bericht 2013 Kontinentale Region: unbekannt, alpine Region: unbekannt