Bundesamt für Naturschutz

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Lokale Population & Gefährdung

Allgemeine Gefährdungsursachen

In Deutschland ist das Verschwinden des Biegsamen Nixenkrauts wahrscheinlich hauptsächlich dem Eintrag von Nährstoffen in die Gewässer zuzuschreiben (Hauke 2003). Dadurch werden vor allem konkurrenzstarke Arten gefördert, die dann konkurrenzschwächere Arten verdrängen.


  • Im Bodensee sind die letzten Vorkommen der Art in einem Zeitraum kurz vor Erreichen der höchsten Nährstoffgehalte im Wasser Mitte der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts vermerkt (Lang 1973). Erst seit den 80er Jahren nimmt dort die Nährstoffbelastung wieder ab (Roßknecht 2006). Ähnliches gilt für den Parsteiner See, der im selben Zeitraum durch intensive Landwirtschaft und Karpfenzucht ungünstig verändert wurde (Nixdorf et al. 2004)
  • Nachteilig für Najas flexilis als ausschließlicher Kohlendioxid-Verwerter ist auch die mit Nährstoffeintrag einhergehende Alkalisierung der Gewässer, da bei höheren pH-Werten zunehmend Bicarbonat bzw. Carbonat anstatt freiem Kohlendioxid vorliegt (Wingfield et al. 2006). Bicarbonat kann zudem von den meisten konkurrierenden Wasserpflanzenarten genutzt werden
  • Eine verstärkte Algenbildung im Wasser wie auch auf den Wasserpflanzen selbst führt zur zunehmenden Beschattung der Pflanzen und zu Konkurrenz um Nährstoffe
  • Eine mögliche Versauerung des Lebensraums kann sich ungünstig auf die Samenproduktion und damit auf die Überlebensfähigkeit der einjährigen Pflanze auswirken (Titus & Hoover 1993). In den deutschen, gut gepufferten (durch die Einleitung basischer Abwässer) Siedlungsgewässern spielt diese Problematik allerdings keine Rolle

Überblick zum Status der Art

Synonyme Caulinia flexilis
FFH -Richtlinie II, IV
Rote Liste Deutschland (Ludwig & Schnittler 1996) 1 (Vom Aussterben bedroht)
Rote Liste Europa (Bilz et al. 2011) VU (Gefährdet)
Verantwortlichkeit (Ludwig et al. 2007) Besondere Verantwortlichkeit für hochgradig isolierte Vorposten

Verbreitung

Literatur

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