Bundesamt für Naturschutz

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Zauneidechse (Lacerta agilis)

Kulturfolger warmer, offener Landschaften

Die Zauneidechse besiedelt halboffene, wärmebegünstigte Lebensräume mit lockerem, gut wasserdurchlässigem Boden und einem Mosaik aus besonnten Stellen und Versteckplätzen. Als Nahrung dienen der Zauneidechse verschiedene Insektenarten und deren Larven, Spinnen und Asseln, aber auch andere Gliedertiere.

Durch Flächenverlust, Verlust an kleinflächig gegliederten Lebensräumen und Steigerung der Nutzung in Land- und Forstwirtschaft ist sie besonders gefährdet.

Merkmale Zauneidechse

Zauneidechse beim Sonnenbad (Foto: Frank Grawe)
Zauneidechse beim Sonnenbad

Zauneidechsen können hinsichtlich ihrer Färbung und Zeichnung stark variieren.

Lesen Sie mehr über die  Merkmale der Zauneidechse.


Lebensraum

Zauneidechsenlebensraum im Wesertal (Foto: Manfred Henf)
Zauneidechsenlebensraum im Wesertal

Die Zauneidechse besiedelt die verschiedensten, vor allem durch den Menschen geprägten Lebensräume. Hierzu zählen Weinberge, Gärten, Parkanlagen, Feldraine, Wegränder, Böschungen, Dämme, Bahntrassen, wenig genutzte Wiesen und Weiden, Abgrabungs- und Rohbodenflächen. Auch in Dünen- und Heidegebieten, an naturnahen Waldrändern, auf Halbtrocken- und Trockenrasen sowie an Rändern von Feuchtwiesen oder Niedermooren ist sie zu finden. Entscheidend ist das Vorhandensein geeigneter Sonnen- (z.B. auf Steinen, Totholz oder freien Bodenflächen) und Versteckplätze sowie bewuchsfreier Flächen mit geeignetem Grund zur Eiablage. So ist sie im Norddeutschen Tiefland eng an Sandböden gebunden.

 

Im Wesertal (Foto) wurde die Zauneidechse nach Grünlandumbruch auf die benachbarte Bahndammböschung und den vorgelagerten Saum zurückgedrängt. Hier siedelt eine der individuenstärksten Populationen in Nordrhein-Westfalen.

 

 

Literatur

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Letzte Änderung: 01.03.2011

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