Bundesamt für Naturschutz

Hauptbereichsmenü



Würfelnatter (Natrix tessellata)

Wanderer zwischen Land und Wasser

Die Würfelnatter ist eng an Gewässerlebensräume gebunden und besiedelt in Deutschland klimatisch begünstigte Fließgewässer mit hoher durchschnittlicher Sonneneinstrahlung. Ihre Lebensräume beinhalten fischreiche Gewässer mit einer reich gegliederten Uferzone, die durch Gebüsche, Kies- und Schotterbänke gegliedert werden, sowie besonntes Hinterland mit felsigen Hängen, Bahn- und Straßendämmen und Trockenmauern. Gefährdet ist die Würfelnatter besonders durch Lebensraumzerstörung sowie verstärkte Freizeitnutzung.

Merkmale der Würfelnatter

Würfelnatter auf angespültem Holz (Foto: Rainer Michalski)
Würfelnatter

Der Name Würfelnatter leitet sich aus der würfelförmigen Zeichnung der Schlange ab.

Lesen sie mehr über die  Merkmale der Würfelnatter.


Lebensraum

Würfelnatter-Lebensraum im Nahetal. Hier finden sich alle von der Würfelnatter benötigten Lebensraumelemente in räumlicher Nähe. (Foto: Reiner Michalski)
Würfelnatterlebensraum an der Nahe

Aufgrund ihrer Lebensweise ist die Würfelnatter an Gewässerlebensräume gebunden. Es handelt sich um wärmebegünstigte Gewässerabschnitte mit reicher Lebensraumausstattung und Fischreichtum. Bevorzugt werden von ihr naturnahe Uferabschnitte mit typischen Auengehölzen und Hochstaudenfluren im Wechsel mit Kies- und Schotterbänken.

Flachgründige, sich schell erwärmende Gewässerabschnitte in denen sich bevorzugt Fischbrut aufhält, begünstigen ihr Vorkommen. Im Bereich von kluftreichen Flächen, wie Weinbergsbrachen, Trockenmauern, Blockschutthalden, Bahndämmen, etc., die mehr oder weniger weit vom Ufer entfernt sein können, findet die Schlange geeignete Sonnplätze, Versteckplätze und Winterquartiere. Zur Eiablage werden oft Anhäufungen von Getreibsel genutzt.

Literatur

 Literatur

Letzte Änderung: 01.03.2011

 Artikel drucken