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Weißseitendelfin (Lagenorhynchus acutus)

Der Bunte aus dem Nordatlantik

Der Weißseitendelfin ist ein typischer Hochsee-Delfin und liebt kalte Gewässer. Die Weiten des nördlichen Nordatlantiks sind sein Zuhause. Er kommt nur von der Bretagne bis Spitzbergen und von der Kola-Halbinsel über Grönland bis nach Cape Cod an der US-amerikanischen Ostküste vor und ist daher – wie sein Bruder, der Weißschnauzendelfin – ein echter Nordatlantik-Delfin. Er besucht nur selten die südliche Nordsee und kann in deutschen Gewässern am ehesten auf der Doggerbank gesehen werden. In der Ostsee ist der Weißseitendelfin ein seltener Irrgast. Wegen seiner küstenfernen (pelagischen) Lebensweise ist über seine Biologie verhältnismäßig wenig bekannt. Mit seiner kontrastreichen Schwarz-weiß-grau-Färbung und dem gelben Flankenfleck ist der Weißseitendelfin weltweit eine der buntesten Delfinarten.

Merkmale des Weißseitendelfins

Weißseitendelfin beim Sprung aus dem Wasser. Foto: Anja Reckendorf
Weißseitendelfin

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Lebensraum

Der Weißseitendelfin ist ein echter Hochsee-Delfin, der oft am Rand des Kontinentalsockels und jenseits davon vorkommt, insbesondere dort, wo der Meeresboden ein starkes Relief oder tiefe, unterseeische Canyons aufweist. Nichtsdestotrotz kommt er auch auf den Schelfgebieten vor und erscheint manchmal sogar in Fjorden und ähnlichen Buchten. Meist zieht er Meeresgebiete mit 100-500 m Wassertiefe und mit relativ kaltem Oberflächenwasser von (1°-)6°-11°C vor (Selzer & Payne 1988, Reid et al. 2003). Dementsprechend erstreckt sich sein Verbreitungsgebiet nordwärts auch bis nach Spitzbergen.

 

 

 

Verbreitung

Literatur

 Literatur

Letzte Änderung: 15.02.2012

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