Bundesamt für Naturschutz

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Schlingnatter (Coronella austriaca)

Jäger im Verborgenen

Die Schlingnatter besiedelt eine große Vielfalt offener bis halboffener, kleinräumig gegliederter Lebensräume.

Die in der Roten Liste Deutschland als gefährdet eingestufte Art zählt zu den ungiftigen Nattern und lebt sehr versteckt. Zu ihrer Beute zählen meist Eidechsen und Blindschleichen, Mäuse und in Einzelfällen auch Amphibien und nestjunge Vögel. Diese packt sie mit ihren Zähnen und umschlingt sie mehrfach mit ihrem Körper bis sie betäubt sind. Danach verschlingt sie ihre Beute mit dem Kopf voran, wobei sie ihr Maul beinahe auf 180° öffnen kann.

Die harmlose Schlingnatter wird durch ihre ähnlich scheinende Zeichnung häufig mit der giftigen Kreuzotter verwechselt. Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal sind die Pupillen, die bei der Schlingnatter rund und bei der Kreuzotter senkrecht geschlitzt sind.

Merkmale der Schlingnatter

Schlingnatter beim Sonnenbad. (Foto: Dirk Alfermann)
Schlingnatter

Schlingnattern werden mitunter mit Kreuzottern verwechselt.

Lesen Sie mehr über die  Merkmale der Schlingnatter.


Lebensraum

Schlingnatter Lebensraum im Bergischen Land. (Foto: Manfred Henf)
Schlingnatter-Lebensraum im Bereich einer ehemaligen Bahnlinie

Schlingnattern besiedeln trocken-warme, kleinräumig gegliederte Lebensräume, die sowohl offene, oft steinige Elemente (Felsen, Steinhaufen/-mauern), liegendes Totholz als auch niedrigen Bewuchs im Wechsel mit Rohbodenflächen, aber auch Gebüsche oder lichten Wald aufweisen.

In den nördlichen Verbreitungsgebieten stellen sandige Heidegebiete sowie Randbereiche von Mooren bzw. degenerierte Hochmoorkomplexe die wichtigsten Lebensräume für die Schlingnatter dar.

Kleinräumig gegliederte Lebensräume (Strukturvielfalt) ermöglichen den Tieren einen Wechsel zwischen Sonnenplätzen und Versteckmöglichkeiten.

 

 

 

Verbreitung