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Gewöhnlicher Delfin (Delphinus delphis)

Der nicht mehr gewöhnliche Delfin

Seit der Antike gilt der Gewöhnliche oder Gemeine Delfin als Urtyp der Delfine, doch nehmen seine Bestände im Mittelmeer und im Nordost-Atlantik ab. Er lebt fast ausschließlich in kleineren oder größeren Gruppen und bevorzugt wärmeres Wasser. In deutschen Gewässern taucht der Gewöhnliche Delfin deshalb erst im Sommer oder Herbst auf, oft auch im Gefolge von wandernden Warmwasser-Fischarten (z.B. Sardinen). In der deutschen Ostsee erregen in den letzten Jahren kleine Gruppen von meist weniger als zehn Tieren Aufmerksamkeit, wenn sie in Förden und Buchten auftauchen und dort z. T. längere Zeit verweilen.

Merkmale des Gewöhnlichen Delfins

Foto: Pierre Gallego/WDCS
Gewöhnlicher Delfin

Lesen Sie mehr über die  Merkmale des Gewöhnlichen Delfins.


Lebensraum

Der Gewöhnliche Delfin kommt in weiten Teilen des tropischen und gemäßigten Atlantiks und Pazifiks vor. Im östlichen tropischen Pazifik (ETP) ist er hauptsächlich als Hochseedelfin bekannt, wo er in riesigen Gruppen mit bis zu über 10.000 Tieren vorkommt. Dort ernährt er sich hauptsächlich von vertikal wandernden Fischarten, die mit der Planktonschicht („deep scattering layer“) nachts an die Oberfläche kommen. Viele Populationen unternehmen saisonale Wanderungen und folgen dabei warmen Meeresströmungen. Diese bringen auch immer wieder –meist im Sommer– Gewöhnliche Delfine in deutsche Gewässer. Im Nordost-Atlantik nutzt die Art eine Vielzahl von Lebensräumen von küstennahen Flachwasserbereichen über die Schelfkante des Kontinentalsockels bis zu ozeanischen Tiefwassergebieten, wobei Besonderheiten in der Unterwasser-Topografie mit ausgeprägtem Relief eine besondere Bedeutung haben (Selzer & Payne 1988, Evans 1994, Weir et al. 2009).

 

 

 

Verbreitung

Literatur

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Letzte Änderung: 15.02.2012

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