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Alpenbock (Rosalia alpina)

Ein Leben für einen sonnigen Platz an der Buche

Der Alpenbock besiedelt in Deutschland lichte Buchenhangwälder mit süd- und westexponierter Lage.
Die im gesamten EU-Gebiet seltene und bedrohte Art ist auf der Roten Liste Deutschlands als stark gefährdet eingestuft. Die Larven des Käfers entwickeln sich in abgestorbenen stehenden, seltener liegenden Stämmen und stärkeren Ästen in wärmebegünstigter Lage. In Deutschland ist die Rotbuche der Hauptbrutbaum. Die Art gehört mit einer Körpergröße bis 40 mm zu den größten und schönsten europäischen Käferarten. Ausgewachsene Käfer sind trotz ihrer Größe flugaktiv und können wahrscheinlich Strecken von mehreren hundert Metern zurücklegen.

Merkmale des Alpenbocks

Weiblicher Alpenbock auf einer Buche (Foto: Ulrich Bense)
Weiblicher Alpenbock auf einer Buche

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Lebensraum

Lebensraum des Alpenbocks bei Unterneidingen (Foto: Ulrich Bense)
Lebensraum des Alpenbocks bei Unterneidingen

Der Alpenbock hat in Deutschland seine Vorkommen in wärmebegünstigten Bergmischwäldern, ganz überwiegend in Kalkgebieten der montanen und subalpinen Höhenstufe in Bayern und Baden-Württemberg. Er besiedelt abgestorbene stehende und trocken liegende Stämme sowie starke Äste von Laubbäumen, insbesondere von Rotbuche und Bergahorn. Der Alpenbock ist in Süddeutschland in hohem Maße ein Besiedler von schwach wüchsigen, dauerhaft licht bewaldeten Buchenstandorten mit großem Totholzangebot. Daneben besiedelt er künstlich durch Nutzung (Forstwirtschaft, Waldweide) oder durch Störungen (Wind- oder Schneebruch, Lawinenabgänge) aufgelichtete Waldgesellschaften mit bedeutenden Anteilen von Rotbuche und Bergahorn. Sein Lebensraum bietet anderen seltenen Käferarten ebenfalls Entwicklungsmöglichkeiten.

Foto: Lebensraum des Alpenbocks bei Unterneidingen (Baden-Württemberg). Hier ist aufgrund der günstigen Besonnung vor allem der Stammbereich besiedelt. In geschlossenen Wäldern werden auch abgestorbene, besonnte Kronenäste stärkerer Dimension genutzt.

Literatur

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Letzte Änderung: 01.01.2012

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