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Zwergfledermaus (Pipistrellus pipistrellus)

Der anpassungsfähige Winzling unter den Fledermäusen

Die Zwergfledermaus gehört zu den kleinsten Fledermausarten in Deutschland. Mit zusammengefalteten Flügeln ist sie ungefähr so groß wie eine Streichholzschachtel und wiegt etwa so viel wie ein Stück Schokolade. Die Art gilt als anpassungsfähig und nutzt eine Vielzahl von Lebensräumen.
Wochenstubenquartiere findet man zumeist in engen Spaltenräumen in und an Gebäuden. Die deutschlandweit größte bekannte Ansammlung an Zwergfledermäusen ist jeden Sommer am Marburger Landgrafenschloss zu beobachten. Von Juni bis September kommen bis zu 30.000 Tiere zur Inspektion des Winterquartiers. Die Winterquartiere befinden sich überwiegend oberirdisch in und an Brücken und Gebäuden, in Gewölbekellern, in Ritzen, Hohlsteinen, Mauer- und Felsspalten.

Merkmale Zwergfledermaus

Zwergfledermaus auf einer Streichholzschachtel. Foto: Matthias Simon.
Zwergfledermaus auf einer Streichholzschachtel

Die Zwergfledermaus ist eine der kleinsten Fledermausarten Europas. Sie hat ein dunkelbraunes Fell mit schwarzen Flughäuten und kurze, dreieckige Ohren mit abgerundeten Spitzen. Die Zwergfledermaus kann leicht mit der Mückenfledermaus verwechselt werden.

Lesen Sie mehr über die  Merkmale der Zwergfledermaus.


Lebensraum

Lebensraum Zwergfledermaus. Foto: Simon & Widdig GbR.
Lebensraum

Die Zwergfledermaus bewohnt eine Vielzahl von Lebensräumen. Da sie ihre Quartiere häufig in Gebäuden bezieht, liegen ihre Hauptlebensräume in Siedlungen und deren direktem Umfeld (Meschede & Heller 2000, Ohlendorf 1983, Tress 1994). Die Zwergfledermaus gilt als sehr anpassungsfähig und nutzt Waldränder, Laub- und Mischwälder, Gewässer, Siedlungen, Hecken, Streuobstbestände, Wiesen, Weiden und Äcker zur Jagd (Godmann 1996, Haffner & Stutz 1985, Racey & Swift 1985). Bevorzugte Jagdgebiete sind Uferbereiche von Gewässern (entlang von überhängendem Uferbewuchs, gewässerbegleitenden Baumreihen) und Waldrandbereiche (Racey & Swift 1985, Simon et al. 2004, Stutz & Haffner 1985, Warren et al. 2000).

Literatur

 Literatur