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Zweifarbfledermaus (Vespertilio murinus)

Die etwas andere Fledermaus

Die Zweifarbfledermaus ist mit ihrer außergewöhnlichen Färbung, dem schwarzbraunen Rückenfell mit silberweißen Haarspitzen und dem weißgrauen Bauch, eine der auffälligsten Fledermäuse. Einzigartig unter den europäischen Fledermausarten ist das Vorhandensein von vier Milchzitzen.
Sowohl im Sommer als auch im Winter bezieht die Zweifarbfledermaus Spalten an und in Gebäuden z.B. zwischen Balken und Brettern auf Dachböden oder hinter Holzwandverschalungen. Weibchen und auch Männchen können im Sommer große Kolonien bilden, die bis zu mehrere hundert Tiere umfassen.

Merkmale der Zweifarbfledermaus

Die Zweifarbfledermaus. Foto: Markus Nolf.
Die Zweifarbfledermaus

Die Zweifarbfledermaus ist eine mittelgroße, kräftige Fledermausart. Anhand der charakteristischen Färbung ihres Rückenfells, den schwarzbraunen Haaren mit silberweißen Spitzen, ist sie gut zu erkennen und daher kaum mit anderen Fledermäusen zu verwechseln.

Lesen Sie mehr über die  Merkmale der Zweifarbfledermaus.


Lebensraum

Lebensraum der Zweifarbfledermaus. Foto: Simon & Widdig GbR.
Lebensraum

Als Ersatz für wahrscheinlich ursprünglich genutzte Felsenquartiere bezieht die Zweifarbfledermaus hauptsächlich Spaltenquartiere an und in Häusern. Die Wochenstubenquartiere sind überwiegend in niedrigen Wohnhäusern in eher ländlicheren Regionen, häufig in der Nähe von Stillgewässern zu finden (Hermanns et al. 2001, Safi 2006). Zur Paarungszeit und im Winter ist die Zweifarbfledermaus vor allem an sehr hohen Gebäuden wie Kirchen oder Hochhäusern, auch in Städten, zu finden (Liegl 2004). Die Jagdgebiete befinden sich größtenteils über Gewässern und deren Uferzonen, sowie in Offenlandbereichen und Siedlungen (Safi 2006).

Literatur

 Literatur