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Wasserfledermaus (Myotis daubentonii)

Die Fischerin unter den Fledermäusen

Die Wasserfledermaus verdankt ihren Namen dem speziellen Jagdverhalten an Stillgewässern oder langsam fließenden Flüssen und Bächen. Dort findet sie ausreichend Nahrung, hauptsächlich Zuckmücken, daneben auch Köcherfliegen, Eintagsfliegen und Schmetterlinge. Die Wasserfledermaus kann ihre Beutetiere direkt mit dem Mund aufnehmen. Häufig dient aber die Schwanzflughaut als Kescher, mit dem sie ihre Beute gezielt in Richtung Mund befördert. Zuweilen ergreift sie mit ihren auffällig großen Füßen oberhalb oder direkt von der Wasseroberfläche Beutetiere. Auf diese Weise ist sie sogar in der Lage, kleine Fische zu fangen.
Die Sommerquartiere der Wasserfledermaus befinden sich hauptsächlich in Baumhöhlen häufig in der Nähe von Gewässern. Da die Baumquartiere schwierig aufzufinden sind, gibt es trotz der weiten Verbreitung der Wasserfledermaus vergleichsweise wenig Nachweise von Wochenstuben.

Merkmale der Wasserfledermaus

Wasserfledermaus bei der Jagd. Foto: Marko König / www.koenig-naturfotografie.com.
Wasserfledermaus bei der Jagd

Die Wasserfledermaus ist eine kleine bis mittelgroße Fledermausart und besitzt für eine Art der Gattung Myotis relativ kurze Ohren mit einem kurzen, abgerundeten Ohrdeckel. Aufgrund der großen Hinterfüße kann sie vor allem mit der Teichfledermaus verwechselt werden. Die Wasserfledermaus ist jedoch wesentlich kleiner als die Teichfledermaus.

Lesen Sie mehr über die  Merkmale der Wasserfledermaus.


Lebensraum

Jagdgebiet der Wasserfledermaus. Foto: Simon & Widdig GbR.
Jagdgebiet der Wasserfledermaus

Die Sommerquartiere der Wasserfledermaus befinden sich hauptsächlich in Baumhöhlen, bevorzugt in der Nähe von Lichtungen, Waldrändern oder Wegen (Arnold et al. 1998, Kretschmer 2001). Da sie überwiegend an Stillgewässern oder langsam fließenden Flüssen und Bächen jagt, besitzen vor allem gewässernahe Wälder eine hohe Bedeutung als Quartierstandorte für die Wasserfledermaus (Meschede & Heller 2000).

Literatur

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