Bundesamt für Naturschutz

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Rotbauchunke (Bombina bombina)

Vorsicht! Schön, aber giftig!

Als erstes verrät sich die kleine und auf den ersten Blick unscheinbare Rotbauchunke durch ihre melancholischen „Uuuh...uuuh...uuuh“-Rufe, die im Frühsommer in gewässerreichen Agrarlandschaften Nord- und Nordostdeutschlands erschallen. Um stundenlange „Unken-Rufe“ vorzutragen, legen sich die Männchen prall aufgebläht und mit ausgestreckten Hinterbeinen auf die Wasseroberfläche. Auf diese Weise halten sie ihre Rivalen auf Distanz. Nahen hingegen Fressfeinde, präsentiert die Unke ihre grell gefärbte Bauchzeichnung. Dieser so genannte Unkenreflex signalisiert Angreifern: „Vorsicht, ich bin giftig!“.
Rotbauchunken kommen in Deutschland nur im Norden und Nordosten vor. Sie besiedeln ein breites Spektrum an stehenden, pflanzenreichen und besonnten Gewässern, wie Feldsölle, Teiche oder Druckwassertümpel (Qualmwasser) und Überschwemmungsflächen in den Flussauen.

Merkmale der Rotbauchunke

Die Rotbauchunke. Foto: Holger Duty.
Rotbauchunke

Die rot bis gelb gefleckte Unterseite der Rotbauchunken stellt eine Warntracht dar, die eventuelle Fressfeinde auf die Giftigkeit der Unken hinweist.

Lesen Sie mehr über die  Merkmale der Rotbauchunke und zu den Unterscheidungsmerkmalen zwischen der Rotbauchunke und ihrer Schwesterart im Hügelland, der Gelbbauchunke.


Lebensraum

Fortpflanzungsgewässer der Rotbauchunke. Foto J. Müller.
Lebensraum Rotbauchunke

Die Auen der Tieflandflüsse mit ihrem vielfältigen Angebot an Stillgewässern und die Flachwasserzonen der Tieflandseen sind die bevorzugten Lebensräume der Rotbauchunke. Als Larvalgewässer werden gut besonnte, fischfreie und pflanzenreiche Stillgewässer besonders gerne angenommen.

Literatur

 Literatur