Bundesamt für Naturschutz

Hauptbereichsmenü



Quendel-Ameisenbläuling (Maculinea arion)

Ein Falter mit faszinierendem Lebenslauf

Der Quendel-Ameisenbläuling bevorzugt sonnenverwöhnte Magerrasen, die je nach Region und Klima etwas unterschiedlich ausgeprägt sein können. Voraussetzungen für sein Vorkommen sind das Vorhandensein seiner Raupenfutterpflanzen (Thymian oder Dost) und seiner Wirtsameisen, meist der Knotenameise Myrmica sabuleti. Die Weibchen legen ihre Eier an den Blüten von Thymian oder Dost ab und die frisch geschlüpften Raupen fressen dort. Nach einigen Wochen ändern sie ihr Verhalten und lassen sich auf den Erdboden fallen, wo sie von Ameisen in das Nest eingetragen werden. Wenn sie von der richtigen Knotenameisenart gefunden wurden, haben sie nun ein prächtiges Leben: Sie werden zu Fleischfressern und ernähren sich bis zu ihrer Verwandlung zum fertigen Schmetterling vom Ameisennachwuchs. Bei allen anderen Knotenameisenarten dienen sie jedoch selbst als eiweißreiche Nahrung.

Merkmale des Quendel-Ameisenbläulings

Der Quendel-Ameisenbläuling. Foto: Michael Krämer.
Der Quendel-Ameisenbläuling

Bläulinge sind eine in Deutschland artenreich vertretene Tagfalter-Familie, deren Vertreter z.T. nur schwer voneinander zu unterscheiden sind. Lesen Sie mehr über die  Merkmale des Quendel-Ameisenbläulings.


Lebensraum

Lebensraum des Quendel-Ameisenbläulings im FFH -Gebiet Flohrberg-Ohmsberg. Foto: Benno v. Blanckenhagen.
Lebensraum Quendel-Ameisenbläuling

Der Lebensraum des Quendel-Ameisenbläulings umfasst sowohl trockenwarme, sonnenverwöhnte, offene oder auch buschreiche Magerrasen in Hanglage (Wacholderheiden) oder nährstoffarme Weiden mit offenen Bodenstellen, als auch versaumende (d.h. nicht mehr genutzte, mit höheren Kräutern, aber locker bewachsene) Halbtrockenrasen mit großen Beständen von Dost (Origanum vulgare). Die lichten Pflanzenbestände bieten zusammen mit den offenen Bodenstellen sowohl eine gute Voraussetzung zur Keimung der für den Falter wichtigen Pflanzen Thymian und Dost als auch einen guten Lebensraum für den Wirt der älteren Raupen, die Knotenameise Myrmica sabuleti.

Literatur

 Literatur