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Nymphenfledermaus (Myotis alcathoe)

Der Neuling unter den Fledermäusen – winzig und selten

Die Nymphenfledermaus wird erst seit dem Jahr 2001 als eigene Fledermausart betrachtet. Das genaue Verbreitungsgebiet ist daher noch nicht ausreichend bekannt. Mittlerweile reichen die seltenen Nachweise von Nordgriechenland bis England und Südschweden.
Die Nymphenfledermaus ist eine Waldfledermaus, die als Lebensraum feuchte Eichen-Hainbuchenaltholzbestände und Auenwälder in forstwirtschaftlich wenig beeinflussten Gebieten aufsucht. Zum Lebensraum gehört auch immer ein nahegelegenes Gewässer mit begleitendem Pflanzenbewuchs, der zum Teil über das Wasser ragt. Als Wochenstubenquartiere nutzt die Nymphenfledermaus Spalten (Risse, abstehende Borke) und kleine Hohlräume an sehr alten Bäumen, insbesondere Eichen.

Merkmale der Nymphenfledermaus

Die Nymphenfledermaus. Foto: Christian Dietz.
Nymphenfledermaus

Die Nymphenfledermaus gehört zu den kleinsten Fledermausarten Europas. Anhand der Körpermaße, der Zahn- und Farbmerkmale kann sie mit einiger Erfahrung von der Kleinen und der Großen Bartfledermaus unterschieden werden. Zur Bestätigung ist der Einsatz von genetischen Methoden sinnvoll.

Lesen Sie mehr über die  Merkmale der Nymphenfledermaus.


Lebensraum

Jagdgebiet der Nymphenfledermaus. Foto: Christian Dietz.
Jagdgebiet der Nymphenfledermaus.

Die Nymphenfledermaus ist eine in Europa inselartig verbreitete, seltene Fledermausart, die erst seit dem Jahr 2001 als eigene Art beschrieben ist (Helversen et al. 2001). Sie wurde bisher in forstlich wenig beeinflussten Laubwäldern in Gewässernähe, Hartholzauen und in Bergwäldern nachgewiesen (Dietz et al. 2007, Lučan et al. 2009). Während in Südeuropa vor allem alte Bergwälder den Lebensraum darstellen, werden im gesamten Verbreitungsgebiet über 100 Jahre alte, feuchte Laubwälder (v.a. Eichen-Hainbuchenwälder, Eichen-Erlenwälder) mit nahegelegenen Still- oder Fließgewässern als Lebensraum aufgesucht. Als Jagdgebiete werden der Luftraum über den Stillwasserbereichen, die dicht bewachsenen Bereiche entlang der Gewässer und die Kronenbereiche der Laubbäume genutzt.

Literatur

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