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Schnäpel (Coregonus oxyrinchus)

Silbrigglänzender Wanderfisch

Aktuellen Untersuchungen zufolge, kam der Schnäpel Coregonus oxyrinchus (L., 1758) lediglich im Rheineinzugsgebiet, der Maas und der Schelde vor. Da die Art seit den 1940er Jahren nicht mehr nachgewiesen werden konnte, gilt sie als ausgestorben (Schöter 2002).
Dies bedeutet, dass der Name Coregonus oxyrinchus in der FFH -Richtlinie irrtümlich verwendet wird. Mit der in der Richtlinie als Coregonus oxyrinchus bezeichneten Art sind nach heutigem taxonomischen Verständnis nur die Nordsee-Populationen des Schnäpels Coregonus maraena gemeint. Die Küstengewässer der Nordsee und das Wattenmeergebiet gehören zum ursprünglichen Lebensraum dieses Schnäpels, der auch in der Ostsee vorkommt und in deutschen Gewässern nur im Peene-Oder-Gebiet überlebt hat. Die natürlichen Populationen von Coregonus maraena in der deutschen Nordsee sind verschollen; allerdings ist unklar, ob sich die Schnäpelbestände in Schleswig-Holstein möglicherweise etabliert haben und unabhängig von Besatzmaßnahmen existieren (Freyhof 2009). Anfang der 1980er Jahre beschränkte sich das Vorkommen auf eine Population im dänischen Fluss Vidau (Berg et al. 1994). Seit 1987 werden in Deutschland Besatzmaßnahmen im Unterlauf der Treene mit Tieren aus der Vidau durchgeführt (Jäger 1999). Zur Zeit ist aber noch keine natürliche Reproduktion nachgewiesen.

Merkmale des Schnäpels

Der Schnäpel. Foto: B. Stemmer.
Schnäpel

Lesen Sie mehr über die  Merkmale des Schnäpels.


Lebensraum

Die Küstengewässer der Nordsee und das Wattenmeergebiet stellen die Lebensräume des Schnäpels dar. Als wandernde Fischart zieht er zum Laichen die Flüsse hinauf (Grøn 1987, Ribe Amt, Sønderjyllands Amt and Danmarks Fiskeriundersøgelser 1998, Hansen 2010).

 

 

 

Verbreitung

Literatur

 Literatur

Letzte Änderung: 25.02.2012

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