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Langflügelfledermaus (Miniopterus schreibersii)

Keine ist schneller

Die Langflügelfledermaus benötigt als Quartiere sommerwarme Höhlen. Es sind nur gelegentlich Fälle von Gebäudequartieren im nördlichen Bereich ihres Vorkommensgebietes bekannt. Die Kolonien sind extrem groß und umfassen etliche hundert bis mehrere tausend Tiere. In ihren Quartieren hängen die scheuen Langflügelfledermäuse an der Decke und bilden dabei dichte Pulks, die teilweise an Wandteppiche erinnern. Mit einer Fluggeschwindigkeit von bis zu 70 km/h gilt die Langflügelfledermaus als schnellste Fledermaus in Europa.
In Deutschland kam die Art mindestens bis 1960 am Kaiserstuhl vor, gilt aber heute als ausgestorben. Ein Einzelfund in Tübingen im Jahr 1996 wird als „Irrgast“ eingestuft, eine Meldung aus Neu-Isenburg beruht wahrscheinlich auf der fehlerhaften Ablesung eines Ringes (Boye 2004, Kock 1994, Kretzschmar 2003).
In den nördlichen Teilen ihres Verbreitungsgebietes sind die Bestände seit den sechziger Jahren deutlich zurückgegangen, während sie in Südeuropa und Kleinasien noch weit verbreitet und häufig ist.

Merkmale der Langflügelfledermaus

Langflügelfledermaus im Flug. Foto: Franz Hasse.
Langflügelfledermaus im Flug

Die Langflügelfledermaus hat eine kurze Schnauze und kurze, dreieckige Ohren, die kaum über das Scheitelfell hinausragen. Diese und einige andere Merkmale machen sie unter den einheimischen Fledermäusen unverwechselbar.

Lesen Sie mehr über die  Merkmale der Langflügelfledermaus.


Lebensraum

Lebensraum der Langflügelfledermaus. Foto: Simon & Widdig GbR.
Lebensraum