Bundesamt für Naturschutz

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Kriechender Sellerie (Apium repens)

Ein sensibler Pionier

Der konkurrenzschwache Kriechende Sellerie ist in vielen europäischen Ländern beheimatet, aber vielerorts im Rückgang begriffen. Die Pionierpflanze liebt nasse Füße, egal ob an Gewässern, in Wiesen oder entlang von Wegen. Sind jedoch keine Störstellen vorhanden, kann sich der Kriechende Sellerie nicht entwickeln. Somit sind immer wiederkehrende, kurzfristige Störungen, zum Beispiel durch Beweidung, für dessen Erhalt notwendig. Die beiden größten deutschen Vorkommen finden sich im Donaugebiet und im Voralpenraum.

Merkmale des Kriechenden Selleries

Der Kriechende Sellerie ist eine Pionierpflanze und besiedelt als Erster offene Bodenstellen. Foto: Eckhard Garve.
Kriechender Sellerie

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Lebensraum

Hauptsache feucht – der Kriechende Sellerie kann an vielen Standorten wachsen, zum Beispiel entlang von Gewässern, Wegen oder in Wiesen. Hier am Rand eines niedersächsischen Tümpels mit sommerlichem Niedrigwasserstand. Foto: Eckhard Garve.
Lebensraum

Der Kriechende Sellerie ist ein wahrer Europäer. Seine Vorkommen erstrecken sich vom Atlantik, über West- und Mitteleuropa bis nach Polen. Die größten deutschen Vorkommen befinden sich entlang der Donau, im Voralpenraum und im nordostdeutschen Tiefland (südliches Mecklenburg und nördliches sowie östliches Brandenburg). Die Art ist an Ufern unterschiedlicher Gewässer, im Grünland, auf Scherrasen (Park-, Tritt- und Sportrasen) oder auch an Wegrändern zu finden. Sie kommt zudem im Kontakt zu Binnensalzstellen und in Quelltümpeln vor. Wichtig für die konkurrenzschwache Art sind offener Boden und/oder ein niedriger Pflanzenbewuchs und ein feuchter bis zeitweise nasser Untergrund.

 

 

 

Literatur

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