Bundesamt für Naturschutz

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Knoblauchkröte (Pelobates fuscus)

Kröte mit Biss!

Kommt man der Knoblauchkröte zu nahe, kann man Zeuge besonderer Verhaltensweisen zur Feindabwehr werden. Die kleine und gedrungene Kröte kann sich nicht nur blitzschnell eingraben oder aufblähen, sondern auch ein übel riechendes Sekret absondern, dessen Geruch an Knoblauch oder verbrannten Schwefel erinnert. Außerdem wurden bereits Sprünge mit geöffnetem Maul gegen den Angreifer sowie Stöße und Bisse in Verbindung mit lauten Rufen beobachtet.
Die „angriffslustige“ Knoblauchkröte ist ein typischer Kulturfolger und besiedelt überwiegend landwirtschaftlich genutzte Gebiete im Tiefland, kann aber auch im direkten Umfeld des Menschen auftreten (z.B. städtische Brachflächen, Gärten oder Abbaugebiete). Sie gilt bundesweit als „gefährdet“, v.a. durch Verlust geeigneter Laichgewässer (z.B. aufgrund von Verfüllungen, Schadstoffeinträgen, Entwässerung, Änderung der Nutzung). Auch die zunehmende Zerschneidung der Lebensräume ist ein wichtiger Gefährdungsfaktor.

Merkmale der Knoblauchkröte

Die Knoblauchkröte. Foto: Franz Hasse.
Knoblauchkröte

Knoblauchkröten weisen eine gedrungene Körperform mit einem relativ großen Kopf auf. Auffällig sind der Scheitelhöcker und die stark hervortretenden Augen sowie die stumpfe, knollenförmige Schnauze.

Lesen Sie mehr über die  Merkmale der Knoblauchkröte.


Lebensraum

Lebensraum der Knoblauchkröte. Foto: Burkhard Thiesmeier.
Lebensraum Knoblauchkröte

Die idealen Lebensstätten der Knoblauchkröte sind die offenen Agrarlandschaften und Heidegebiete mit grabfähigen Böden und einem guten Angebot an krautreichen, nährstoffreichen Weihern und Teichen.

 

 

 

Literatur

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