Bundesamt für Naturschutz

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Kleefarn (Marsilea quadrifolia)

Plage in Asien – Patient in Deutschland

Der Kleefarn sieht aus wie ein vierblättriger Glücksklee, ist aber ein Wasserfarn. Als solcher lebt er nah am Wasser: an schlammigen Gewässerufern und nassen Stellen in Feuchtweiden. Zu Zeiten, als Schweineweiden in Deutschland noch weit verbreitet waren, war der Kleefarn ein echtes „Schweineweidenunkraut“. Doch inzwischen sind die ursprünglichen Lebensräume, wie Schweineweiden, Röstgruben sowie Weiher und Flussauen mit natürlicher Dynamik, aus unserer Landschaft verschwunden und damit auch der Kleefarn. Nur noch einzelne aktuelle Vorkommen sind bekannt. Sehr viel häufiger kommt der Kleefarn in Asien vor – auf den Reisfeldern findet er zum Leid der Reisbauern optimale Bedingungen vor.

Merkmale des Kleefarns

Sieht aus wie Glücksklee, ist aber ein Wasserfarn. Foto: Burkhard Beinlich.
Kleefarn

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Lebensraum

Lebensraum des Kleefarns. Foto: Burkhard Beinlich.
Lebensraum

Der Kleefarn ist in Deutschland an Lebensräume gebunden, welche zumeist durch historische Landnutzungsformen entstanden und durch diese aufrechterhalten wurden. Die traditionelle Weiherwirtschaft mit Sömmerung, die bei der Leinen- und Hanffasergewinnung angelegten Röstgruben (Flachsrotten/Hanfrötzen) oder auch Schweineweiden in der Aue sind