Bundesamt für Naturschutz

Hauptbereichsmenü



Kammmolch (Triturus cristatus)

Der Wasserdrache im heimischen Teich

Der Kammmolch ist ein wahrer Riese unter den heimischen Molchen – die Männchen können bis 15, die Weibchen bis 18 cm lang werden! Da die scheuen Tiere an Land meist nachtaktiv sind und eine versteckte Lebensweise führen, werden sie häufig übersehen. Auch deshalb ist den meisten Menschen nicht bekannt, welch prächtige Hochzeitstracht sich die Männchen während der Fortpflanzungszeit zulegen. Sie bilden einen hohen, unregelmäßig gezackten Hautkamm aus, an den Flanken finden sich silbrige Punkte, und der Schwanz ist beidseitig mit einem breiten silbernen Streifen verziert.
Im Gegensatz zu anderen Molcharten verbringt der Kammmolch einen großen Teil des Jahres im Wasser. Bei entsprechender Witterung wandert er bereits im Februar ins Gewässer ein und bleibt dort bis in den August. Das optimale Kammmolchgewässer weist einen ausgeprägten Ufer- und Unterwasserbewuchs auf und ist frei von räuberischen Fischen. Wichtig sind eine gute Besonnung und ein reich gegliederter Gewässergrund. Der Landlebensraum befindet sich idealerweise in unmittelbarer Nachbarschaft der Laichgewässer und ist reich an Versteckmöglichkeiten unter Holz- oder Steinhaufen, im Wurzelbereich der Bäume oder auch in Kleinsäugerbauen.

Merkmale des Kammmolchs

Männlicher Kammmolch in Hochzeitstracht. Foto: Frank Grawe.
Männlicher Kammmolch in Hochzeitstracht

Lesen Sie mehr über die  Merkmale des Kammmolchs.


Lebensraum

Kammmolchgewässer mit üppigem Wasserpflanzenbewuchs. In unmittelbarer Nachbarschaft zum Gewässer finden sich zahlreiche Versteckmöglichkeiten. Foto: Frank Grawe.
Lebensraum Kammmolch

Größere Feuchtgrünlandbestände im Wechsel mit Hecken, Feldgehölzen und Wäldern und einem guten Angebot an Kleingewässern stellen den idealen Lebensraum des Kammmolches dar. Besonders beliebt sind bei Kammmolchen fischfreie Gewässer mit reichem Unterwasserbewuchs.

Literatur

 Literatur