Bundesamt für Naturschutz

Hauptbereichsmenü



Haarstrangwurzeleule (Gortyna borelii lunata)

Tief in der Wurzel verborgen

Die Haarstrangwurzeleule gehört zur Familie der Eulenfalter und damit zu den Nachtfaltern. Sie ist eng an ihre einzige Raupenfutterpflanze, den Arznei-Haarstrang, gebunden. Nur wo diese seltene Pflanze wächst, kommt die Haarstrangwurzeleule vor. Zudem muss die Pflanze von trockenen Grashalmen oder trockenen Halmen umgeben sein, da diese für die Eiablage genutzt werden. Die Eigelege überwintern an den trockenen Grashalmen und sind dadurch vor Fäulnis geschützt. Im nächsten Jahr bohren sich die Raupen in die Pflanze und verbringen ihr gesamtes Leben bis zur Verpuppung dort. Man findet den seltenen Schmetterling nur noch an wenigen Stellen in Flussniederungen auf geeigneten Wiesen und Dämmen sowie wenigen Waldlichtungen und Brachen von Magerrasen, die genügend luftfeucht sind.

Merkmale der Haarstrangwurzeleule

Die Haarstrangwurzeleule. Foto: Robert Trusch.
Haarstrangwurzeleule

Lesen Sie mehr über die  Merkmale der Haarstrangwurzeleule.


Lebensraum

Lebensraum der Haarstrangwurzeleule bei Speyer. Foto: Robert Trusch.
Lebensraum Haarstrangwurzeleule

Lebensräume der Haarstrangwurzeleule sind vor allem Flussniederungen an verschiedenen Flüssen, wo sie auf wechseltrockenen bis frischen, mageren Wiesen und Magerrasen aber auch Hochwasserdämmen sowie an steilen wärmebegünstigten Hängen in Flussnähe vorkommt. Ebenso werden Waldlichtungen und lichter Wald sowie angrenzende versaumende und vergrasende Magerrasen als Lebensraum genutzt. Einigendes Merkmal für diese sehr unterschiedlichen Lebensräume ist, dass sie immer Bestände der einzigen Raupenfutterpflanze Arznei-Haarstrang (Peucedanum officinale) tragen, die zusätzlich von grasreichen Brachen oder im Herbst trockenen Halmen umgeben sind, sich an wärmebegünstigten Stellen befinden und eine gewisse Luftfeuchte aufweisen.

 

 

Literatur

 Literatur