Bundesamt für Naturschutz

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Graues Langohr (Plecotus austriacus)

Der graue Widder

Das Graue Langohr ist eine typische Dorffledermaus, die vor allem Kulturlandschaften besiedelt. Als Jagdgebiete nutzt es in Mitteleuropa Wiesen, Weiden, Brachen, Haus- und Obstgärten sowie Gehölzränder und Wälder. Die Quartiere zur Jungenaufzucht (sog. Wochenstubenquartiere) befinden sich fast ausschließlich in und an Gebäuden z.B. in Dachstühlen.
Das Graue Langohr ernährt sich hauptsächlich von fliegenden Insekten. An Straßenlaternen werden beispielsweise Nachtfalter gejagt. Aber auch Käfer bis zur Größe von Maikäfern können erbeutet werden.
Ein auffälliges Merkmal des Grauen Langohrs sind die sehr großen Ohren, die im angelegten Zustand wie kleine Widderhörnchen aussehen. Neben den langen Ohren ist eine Besonderheit der Langohrfledermäuse, dass sie ihre Ultraschallrufe wahlweise durch den Mund oder die Nase abgeben können.

Merkmale des Grauen Langohrs

Graues Langohr beim Winterschlaf, die Ohren sind zum Schutz unter den Flügeln verborgen. Foto: Simon & Widdig GbR.
Graues Langohr beim Winterschlaf, die Ohren sind zum Schutz unter den Flügeln verborgen

Das Graue Langohr ist eine mittelgroße Fledermausart mit sehr großen hell graubraunen Ohren, grauem Fell am Rücken und Kopf und hellgrauem oder weißem Fell am Bauch. Es kann leicht mit anderen Langohrfledermausarten wie z.B. dem Braunen Langohr oder dem Alpenlangohr verwechselt werden.

Lesen Sie mehr über die  Merkmale des Grauen Langohrs.


Lebensraum

Jagdgebiet des Grauen Langohrs. Foto: Simon & Widdig GbR.