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Fransenfledermaus (Myotis nattereri)

Die Fliegenfängerin

Ihren Namen verdankt die Fransenfledermaus wahrscheinlich den kleinen Borsten an ihrer Schwanzflughaut. Sie kommt sowohl in Wäldern, als auch in Siedlungen vor. Wochenstubenquartiere der Fransenfledermaus befinden sich in Baumhöhlen, Rindenspalten und Fledermauskästen, in Spalten in und an Gebäuden und Brücken. Eine Besonderheit der Art ist ihr Vorkommen in Kuhställen, wo sie Fliegen jagt, und wenn möglich auch ihre Wochenstubenquartiere bezieht.
Die Fransenfledermaus kann ihre Beute auf vielfältige Art und Weise jagen. Meistens sammelt sie Insekten nachts mit der Schwanzflughaut von Pflanzen oder sogar vom Boden ab. Sie kann aber genauso fliegende Insekten, wie ein Falke in der Luft rüttelnd, erbeuten. Der Hauptbestandteil der Nahrung wird von Zweiflüglern, Schmetterlingen, Käfern, Webspinnen und Weberknechten gebildet.

Merkmale der Fransenfledermaus

Wochenstube der Fransenfledermaus. Foto: Simon & Widdig GbR.
Wochenstube der Fransenfledermaus

Die Fransenfledermaus ist eine kleine bis mittelgroße Myotis-Art mit hell graubraunem Rückenfell und grau- bis braunweißem Bauchfell. Der Hinterrand ihrer Schwanzflughaut ist mit einer Reihe steifer, nach unten gebogener Borsten versehen und ihre Schwanzflughaut ist durch einen langen, S-förmig geschwungenen Sporn gestützt. Diese S-förmige Schwanzflughaut unterscheidet die Fransenfledermaus von allen anderen Arten.

Lesen Sie mehr über die  Merkmale der Fransenfledermaus.


Lebensraum

Jagdgebiet der Fransenfledermaus in der Nähe der Donau. Foto: Simon & Widdig GbR.
Jagdgebiet der Fransenfledermaus in der Nähe der Donau