Bundesamt für Naturschutz

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Feldhamster (Cricetus cricetus)

Sinnbild der Vorsorge durch Vorratshaltung

Der Feldhamster ist fast jedem bekannt, wenn auch nur wegen seiner sprichwörtlichen Vorratshaltung, dem Hamstern. In Deutschland leben Feldhamster fast ausschließlich im Flachland, bevorzugt in fruchtbaren Ackergebieten. Das sind auch die Landschaften, die vom Menschen bereits seit langer Zeit besonders intensiv genutzt werden. Lange Zeit wurde der Feldhamster als Schädling angesehen und vom Menschen bekämpft, weil den Bauern durch Fraßschäden und das Eintragen seiner Wintervorräte ein nicht unerheblicher Teil der Ernte verloren gehen konnte. Inzwischen ist der Feldhamster vom Aussterben bedroht, weil sich die Anbaumethoden in der Landwirtschaft und das Tempo der Bearbeitung drastisch verändert haben, so dass für den Feldhamster fast nichts mehr übrig bleibt. Trotz gesetzlichem Schutz sind die Feldhamsterbestände in Deutschland während der letzten 50 Jahre stark zurückgegangen.

Merkmale des Feldhamsters

Der Feldhamster. Foto: Patrick Hofmann.
Der Feldhamster

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Lebensraum

Lebensraum des Feldhamsters. Foto: Patrick Hofmann.
Lebensraum des Feldhamsters

Neben der Verfügbarkeit von Futter ist die wesentlichste Anforderung des Feldhamsters an seinen Lebensraum die Bodenqualität. Er benötigt tiefgründige, gut grabbare Böden (oft Löß) mit einem Grundwasserspiegel deutlich unter 1,20 m für die Anlage seiner bis zu 2 m tiefen Baue. Auch sonst bevorzugt der Hamster eher niederschlagsarme Lebensräume. Nur in schweren Böden lassen sich dauerhafte Bauten und Gangsysteme anlegen (z.B. Weinhold & Kayser 2006). In vom Feldhamster besiedelten Ackerbaugebieten suchen die Tiere auch manchmal angrenzende Gärten auf.

Literatur

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