Bundesamt für Naturschutz

Hauptbereichsmenü



Bodensee-Vergissmeinnicht (Myosotis rehsteineri)

Das blaue Band vom Bodensee

Nach der Eiszeit färbten im Frühjahr lange Bänder des Bodensee-Vergissmeinnichts die Uferbereiche der Gletscherseen am Fuß der Alpen himmelblau. Überreste dieser vergangenen Pracht findet man nur noch vereinzelt an den Kiesstränden an Bodensee und Starnberger See. Die kleinwüchsigen Pflanzen sind gut an die extremen Bedingungen der Überschwemmungszone angepasst und ertragen sogar eine mehrmonatige Überflutung. Die zunehmende Freizeitnutzung und die sich durch den Klimawandel ändernde Wasserstandsdynamik stellen eine große Bedrohung für das Bodensee-Vergissmeinnicht dar. Es gilt mittlerweile in Deutschland als vom Aussterben bedroht.

Merkmale des Bodensee-Vergissmeinnichts

Die blauen Blüten des Bodensee-Vergissmeinnichts. Foto: Wolfgang von Brackel.
Bodensee-Vergissmeinnicht

Von April bis Mai säumen tausende himmelblaue Blüten die Uferbereiche des Bodensees.

Lesen Sie mehr über die  Merkmale des Bodensee-Vergissmeinnichts.


Lebensraum

Das Bodensee-Vergissmeinnicht wächst am liebsten im kiesigen Uferbereich, wie hier am Bodensee. Foto: Wolfgang von Brackel.
Lebensraum Bodensee-Vergissmeinnicht

Der Lebensraum des Bodensee-Vergissmeinnichts sind die wenig bewachsenen, kiesigen Uferbereiche von Voralpenseen. Zusammen mit anderen kleinwüchsigen Pflanzen, wie dem Strandling (Littorella uniflora), der Bodensee-Schmiele (Deschampsia littoralis) und dem Ufer-Hahnenfuß (Ranunculus reptans), bilden sie die sogenannte Strandschmielen-Gesellschaft. Die von ihnen besiedelten Strandrasen liegen meist nur in den Winter- und Frühjahrsmonaten bis Ende April über dem Wasserspiegel. In der restlichen Zeit (bis September) wachsen die Pflanzen untergetaucht und ertragen mehrmonatige Überflutung.

 

 

 

Literatur

 Literatur