Bundesamt für Naturschutz

Hauptbereichsmenü



Braunes Langohr (Plecotus auritus)

Der braune Widder

Das Braune Langohr gilt als eine Waldfledermausart, die bevorzugt Quartiere in Baumhöhlen und Spalten aufsucht. Sie nutzt aber ebenso Gebäudequartiere, vor allem Dachböden. Hier findet man das Braune Langohr bevorzugt z.B. in Hohlräumen von Zapfenlöchern des Dachgebälks. Die Winterquartiere befinden sich in Kellern, Stollen und Höhlen in einer Entfernung von 1-10 km zum Sommerlebensraum.
Ein Merkmal des Brauen Langohrs sind die sehr großen Ohren, die im angelegten Zustand wie kleine Widderhörnchen aussehen. Mit diesen lokalisiert es die Geräusche des Beutetiers. Als Nahrung dienen dem Braunen Langohr vorwiegend Schmetterlinge und Zweiflügler, die es im Flug fängt oder von Blättern und vom Boden abliest. Braune Langohren sind geschickte Flieger, die auf engem Raum gut manövrieren können.

Merkmale des Braunen Langohrs

Braunes Langohr in einer Mauerspalte. Foto: Matthias Simon.
Braunes Langohr in einer Mauerspalte

Das Braune Langohr ist eine mittelgroße Fledermausart mit sehr großen dunkelgrauen Ohren, hell braungrauem Fell an Rücken und Kopf und hellgrauem z.T. gelblich überhauchtem Fell am Bauch. Es kann mit dem Grauen Langohr oder der Bechsteinfledermaus verwechselt werden.

Lesen Sie mehr über die  Merkmale des Braunen Langohrs.


Lebensraum

Lebensraum des Braunen Langohrs. Foto: Simon & Widdig GbR.
Lebensraum

Das Braune Langohr ist eine sowohl baum- als auch gebäudebewohnende Fledermausart. Trotz der regelmäßig in Gebäuden nachgewiesenen Quartiere ist sie als Waldfledermaus einzuordnen. Das Braune Langohr kommt in lockeren Nadel-, Misch-, Laub- und Auwäldern vor. Dabei weist es eine deutliche Bindung an Waldbestände mit ausgeprägten, mehrstufigen Schichten auf. In Ausnahmefällen können sogar Kiefernmonokulturen besiedelt werden, wenn einzelne alte Bäume mit Quartiermöglichkeiten vorhanden sind (Fischer 1994, Heise & Schmidt 1988, Mainer 1999, Meschede & Heller 2000). Im Siedlungsbereich werden Parks, Gartenanlagen, Friedhöfe und Obstbaumanlagen besiedelt. Als Jagdgebiete dienen ihm Wälder, Obstwiesen, Gebüschgruppen, Hecken und insektenreiche Wiesen.

 

 

 

Literatur

 Literatur