Bundesamt für Naturschutz

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Böhmischer Enzian (Gentianella bohemica)

Mitteleuropäischer Grenzgänger

Das weltweite Vorkommen des Böhmischen Enzians beschränkt sich auf insgesamt ca. 76 Fundorte in Österreich, Tschechien, Polen und Deutschland (Bayerischer Wald). Ehemals war der Böhmische Enzian im Bayerischen Wald durchaus häufig. Älteren Bewohnern im Landkreis Freyung ist er noch als „Milchschlittengras“ bekannt, da er als Heilpflanze gegen Euterentzündungen bei Kühen angewandt wurde. Die Art hat erst in den letzten Jahrzehnten einen dramatischen Bestandseinbruch erfahren. Die Lebensräume des Böhmischen Enzians in Deutschland sind Borstgrasrasen und Bergwiesen im Bayerischen Wald. Diese sind durch Nutzungsaufgabe, Nutzungsänderungen, Düngung und Aufforstungen gefährdet. Dadurch ist die Art mittlerweile in Deutschland vom Aussterben bedroht. Aufgrund der weltweiten Gefährdung hat Deutschland eine besonders hohe Verantwortung für die Sicherung der heimischen Vorkommen.

Merkmale des Böhmischen Enzians

Der Böhmische Enzian zählt aufgrund der aus den Blütentrichtern herausragenden Schlundschuppen („Fransen“) zu den Kranzenzianen. Foto: Martin Leipold.
Böhmischer Enzian

Lesen Sie mehr über die  Merkmale des Böhmischen Enzians.


Lebensraum

Lebensraum Böhmischer Enzian. Foto: Martin Leipold.