Bundesamt für Naturschutz

Hauptbereichsmenü



Bayerisches Federgras (Stipa pulcherrima ssp. bavarica)

Silbrige Grüße aus fernen Steppen

Auf einem steilen Felskopf über der Donau liegt das weltweit einzige Vorkommen des Bayerischen Federgrases. Lange, behaarte Grannen überziehen zur Blütezeit den Felsen mit einem silbrig-weißen Schimmer. Das auffällige Süßgras ist gut an die hohe Sonneneinstrahlung und die nährstoffarmen Verhältnisse des Jurafelsens angepasst. Sein auf Bayern beschränktes Vorkommen und die geringe Anzahl an Individuen machen es zu einer wahren Rarität. Für den weltweiten Erhalt des Bayerischen Federgrases trägt Bayern die Alleinverantwortung.

Merkmale des Bayerischen Federgrases

Das Bayerische Federgras am Finkenstein bei Neuburg an der Donau. Foto: P. Poschlod.
Bayerische Federgras

Lesen Sie mehr über die  Merkmale des Bayerischen Federgrases.


Lebensraum

Der Zugang zu den seltenen Federgräsern an den Jurafelsen des NSG Finkenstein ist nur mit einer Ausnahmegenehmigung möglich, wie hier zur Entnahme von Blattproben für genetische Analysen. Foto: P. Poschlod.
Lebensraum

Ursprünglich aus den Steppen Osteuropas und Russlands stammend findet man die Federgräser in Deutschland nur an den klimatisch wärmsten Stellen. Wasserdurchlässige Böden, wie Muschelkalk, Gips oder die Schotterterrassen ehemaliger Wildflüsse mit ihren Heidewiesen und Steppenrasen, bieten den Federgräsern geeignete Lebensbedingungen. Das Bayerische Federgras, eine Schwesterart des weiter verbreiteten Gelbscheidigen Federgrases, kommt weltweit gesehen nur an einer einzigen Stelle im Donautal bei Neuburg (Landkreis Neuburg-Schrobenhausen) vor und wächst dort in den feinerdehaltigen Spalten und Absätzen steilabfallender Jurafelsen.

Literatur

 Literatur