Bundesamt für Naturschutz

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Baumschläfer (Dryomys nitedula)

Der Schläfer mit der Maske

Der Baumschläfer ist die seltenste Schläferart Deutschlands. Gesicherte Nachweise der Art liegen nur aus den Tälern von Isar und Inn in Bayern vor. Die letzten Nachweise stammen aus dem Zeitraum 1976-1987. Aufgrund seiner extremen Seltenheit gilt der Baumschläfer in Deutschland als gefährdete Art.
Die kleinen, in ihrer Körperform an ein Eichhörnchen erinnernden Tiere erreichen ungefähr die Größe einer Waldmaus. Baumschläfer sind geschickte Kletterer, sie leben in Wäldern mit dichtem Unterholz. Der größte Teil ihrer Nahrung besteht aus Insekten, daneben werden auch Knospen, Blätter und ölhaltige Samen gefressen.

Merkmale des Baumschläfers

Der Baumschläfer. Foto Sven Büchner.
Baumschläfer

Der nachtaktive Baumschläfer ist gut an seiner schwarzen Gesichtsmaske zu erkennen. Auf hellbraunem bis grauem Grund zieht sie sich von den Augen bis zum Vorderrand der Ohren. Ein weiteres deutliches Erkennungsmerkmal der Art ist der einfarbige buschige Schwanz, der etwas grauer als der Rücken ist.

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Lebensraum

Lebensraum des Baumschläfers. Foto Sven Büchner.
Lebensraum

Der Baumschläfer lebt ausschließlich in Wäldern. In seinem großen, bis weit nach Asien reichenden Verbreitungsgebiet, wird eine Vielzahl von Waldtypen besiedelt. Nur trockene, unterholzarme Kiefernwälder werden gemieden (Schedl 1968). In den Ostalpen wurde der Baumschläfer in feuchten, unterholzreichen Fichten- und Fichten-Buchenwäldern nachgewiesen (Spitzenberger 2001). Das einzige noch bestehende Vorkommen in der Schweiz liegt in einem nordexponierten Bachtal. Die Tiere wurden dort in einem bachbegleitenden Gehölz festgestellt, das sich aus Grauerlen, Traubenkirschen, Waldreben und anderen Gebüscharten zusammensetzt (Tester & Müller 2000).

Literatur