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Alpensalamander (Salamandra atra)

Schwanger auf Bergtour

Im Gegensatz zu seinem viel bekannteren, auffallend gelb gezeichneten Vetter, dem Feuersalamander, erscheint der Alpensalamander, der in Deutschland ausschließlich im äußersten Süden vorkommt, mit seiner einheitlich schwarzen Färbung recht unscheinbar. Ebenso trägt seine versteckte Lebensweise dazu bei, dass er häufig nicht entdeckt wird: Die vorwiegend nachtaktiven Tiere sieht man am ehestens in den frühen Morgenstunden, wenn der Boden noch taunass ist. Tagsüber hingegen zeigen sie sich höchstens bei Regenschauern nach längeren Trockenperioden.
Trotz seiner unscheinbaren Erscheinung handelt es sich beim Alpensalamander um ein außergewöhnliches Amphib, da er nicht wie alle anderen heimischen Arten zur Fortpflanzung an das Vorhandensein von Gewässern gebunden ist. Er legt keine Eier, aus denen nach kurzer Zeit die Larven schlüpfen, sondern bringt seine Nachkommen nach einer zwei- bis vierjährigen Tragzeit vollständig entwickelt zur Welt.

Merkmale des Alpensalamanders

Der Alpensalamander. Foto: Franz Hasse.
Alpensalamander

Im Gegensatz zum gelb-schwarz gefleckten Feuersalamander ist die Oberseite des Alpensalamanders einheitlich schwarzglänzend gefärbt.

Lesen Sie mehr über die  Merkmale des Alpensalamanders.


Lebensraum

Feuchte Bergwälder stellen bevorzugte Lebensräume des Alpensalamanders dar. Foto: U. Schulte.
Lebensraum

Typische Lebensräume des Alpensalamanders sind feuchte Bergwälder. Hier hält er sich auch gerne entlang von Bächen oder in der Gischtzone von kleineren Wasserfällen auf. Aber auch offene Bereiche im Alpenraum oberhalb der Baumgrenze wie Almen, Heiden und zur Ruhe gekommene Schutthalden werden bis zu einer Höhe von ca. 2.500 m nicht gemieden.

 

 

Literatur

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