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Alpenfledermaus (Hypsugo savii)

Felsverbunden

Die Alpenfledermaus ist eine stark felsgebundene Fledermaus, die allerdings zunehmend in Städten nachgewiesen wird. Sie kommt bis in 3.300 m Höhe vor und hält damit den Höhenrekord für Fledermausnachweise in Europa. Dennoch ist ihr Name irreführend, da sie im Mittelmeerraum auch auf Meereshöhe beobachtet wird und nicht nur in den Alpen vorkommt.
In Deutschland galt die Alpenfledermaus lange Zeit als ausgestorben, wurde allerdings in den letzten Jahren gelegentlich im Bundesgebiet nachgewiesen. Auch wenn einige dieser Nachweise auf Verfrachtungen zurückzuführen sind, scheint sie in Ausbreitung nach Norden begriffen zu sein.

Merkmale der Alpenfledermaus

Die Alpenfledermaus. Foto: Pröhl/fokus-natur.de.
Die Alpenfledermaus

Die Alpenfledermaus ist eine vergleichsweise bunt wirkende, kleine Fledermaus, deren braunes, langes Rückenfell meist einen gelben bis goldenen Schimmer hat und deutlich von der weißen Unterseite abgesetzt ist.

Lesen Sie mehr über die  Merkmale der Alpenfledermaus.


Lebensraum

Lebensraum der Alpenfledermaus. Foto: Simon & Widdig GbR.
Lebensraum der Alpenfledermaus

Die Alpenfledermaus besiedelt Lebensräume von mediterranen Küstenlagen bis in alpine Bereiche (3.300 m Höhe) (Dietz et al. 2007, Garrido-Garcia 2000, Horáček & Benda 2011, Hutson et al. 2008). Im mediterranen Bereich findet man sie überwiegend in Karstgebieten mit einer kleinräumig gegliederten, an Gebüschen (Macchia, Garrigue) reichen Kulturlandschaft. Sie jagt vor Felswänden, über Almen, Wiesen, Baumkronen, Gewässern und in Auen. Ihre Vorkommen liegen meist wenigstens in der Nähe felsiger Bereiche. In einigen Gegenden (Italien, Balkanhalbinsel) ist sie regelmäßig in Siedlungsbereichen und in Großstädten anzutreffen und dort zum Teil eine der häufigsten Fledermäuse (Dietz et al. 2007, Horáček & Benda 2011, Masson 1999, Reiter et al. 2010). Die zunehmende Besiedlung von Städten könnte nach Reiter et al. (2010) eine Erklärung für die Ausbreitung der Art nach Norden sein. Hier liegen wahrscheinlich Sommer- und Winterlebensräume ausreichend nahe beieinander, was außerhalb von Siedlungen eventuell nicht gegeben ist.

Verbreitung

Literatur

 Literatur