Bundesamt für Naturschutz

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Erhaltungsmaßnahmen

Handlungsempfehlungen zur Erhaltung der lokalen Population der Mauereidechse

Die Mauereidechse wird nutzungsbedingt vor allem durch den Weinanbau beeinträchtigt. Um dies zu verhindern bzw. zu minimieren, werden folgende Maßnahmen empfohlen:

Weinbau

  • Keine Ausbringung von Schädlingsvertilgungsmitteln per Hubschrauber (nur per Hand), um zum einen die Saumstrukturen durch Wildkräuterbekämpfungsmittel nicht zu zerstören und zum anderen die Nahrungsgrundlage der Mauereidechse nicht zu reduzieren. Kein Einsatz von Schädlingsvertilgungsmitteln in den besiedelten Lebensraumelementen.
  • Erhalt & Entwicklung von Krautsäumen von mind. 1,5 m Breite an Mauerfuß und Mauerkrone
  • Erhalt der (Saum-)Strukturen (Qualität und Quantität) bei Rebflurbereinigung
  • Erhalt von Trockensteinmauern bei Rebflurbereinigung
  • Sanierung von Trockenmauern „nach altem Vorbild“ (kein Verfugen, keine spaltenlosen Betonmauern)
  • Freistellung/Offenhaltung von besiedelten Felsstandorten und Weinbergbrachen
  • Freistellung/Offenhaltung der Weinbergsmauern, dabei aber einen teilweisen Bewuchs von etwa 10 % als Versteckmöglichkeiten erhalten (Brombeere, Efeu).

Sonstige Maßnahmen

  • Mahd von Böschungen und (Wald-)Säumen nur im Winter
  • Mahd der Mauersäume nur im Winter