Bundesamt für Naturschutz

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Erhaltungsmaßnahmen

Handlungsempfehlungen zur Erhaltung der lokalen Population der Haselmaus

Landwirtschaft

Forstwirtschaft

  • Schaffung lichter Strukturen im Wald zur Förderung einer gut ausgebildeten, artenreichen Strauchschicht
  • Erhaltung, Förderung oder Wiedereinführung der Niederwald- oder Mittelwaldwirtschaft
  • Naturnahe, artenreiche Waldrandgestaltung
  • Belassen und Förderung von Höhlenbäumen
  • Förderung von Arten wie Eibe, Faulbaum, Brombeere, Weißdorn, Hasel, Schlehe, Eberesche, Eichen, Hainbuche, Buche und Deutschem Geißblatt (weitere Angaben unter Juškaitis & Büchner 2010)
  • Erhaltung und Förderung von Kronenschluss über Waldwegen
  • Rückbau von Waldwegen die eine Breite aufweisen, die von Haselmäusen nicht überwunden werden kann. Anzustreben sind in Gebieten mit Haselmausvorkommen max. 20–30 lfd. m/ha Waldwege.
  • Verzicht auf flächendeckende Befahrung mit großem Gerät

Allgemein gilt für bewirtschaftete Flächen

  • Erhaltung und Entwicklung von Hecken und Saumelementen
  • Aufbau artenreicher Waldränder
  • Entwicklung von Waldbeständen unterschiedlicher Alterszusammensetzung
  • Erhaltung und Entwicklung auch von Strauch- und Baumbeständen von nur geringer forstwirtschaftlicher Bedeutung
  • Erhaltung und Entwicklung baumhöhlenreicher Waldbestände
  • Entwicklung von Waldgebieten mit nur gering ausgebautem Wegenetz (max. 20–30 lfd. m / ha)
  • Einschränkung der Energieholznutzung

Sonstige Maßnahmen

  • Zusätzlich können vorübergehend als ergänzende technische Maßnahme in Wirtschaftswäldern zur Lebensraumerhaltung / -schaffung Nistkästen mit einer Einschlupföffnung von 25 mm Durchmesser angebracht werden