Bundesamt für Naturschutz

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Erhaltungsmaßnahmen

Handlungsempfehlungen zur Erhaltung der lokalen Population des Fischotters

Um nutzungebedingte Beeinträchtigungen durch Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft zu verhindern bzw. zu minimieren werden folgende Maßnahmen empfohlen:

Landwirtschaft

  • Verzicht auf landwirtschaftliche Nutzung von Uferstreifen, Erhaltung einer je 20-30 m breiten Aue in möglichst naturnaher Ausprägung
  • Verzicht auf den Einsatz von Bioziden in Gewässernähe

Forstwirtschaft

  • Bei forstwirtschaftlicher Nutzung (Einschlag) Belassen eines je 50 m breiten Uferstreifens ohne Nutzung

Fischereiwirtschaft

  • Ausschließlicher Einsatz von Fischreusen, die ein Einschwimmen des Fischotters sicher verhindern
  • Verzicht auf Vergrämungsmaßnahmen an Teichanlagen
  • Verzicht auf eine Zäunung von Teichanlagen
  • Von Fließgewässern durchströmte Teiche bzw. Teichgebiete müssen für den Otter durchwanderbar bleiben (Biotopverbund!)
  • Bei Teichgruppen sollte ein Teich mit Winterbespannung und Winterfischbesatz bleiben

Allgemein gilt

  • Verzicht auf den Einsatz von Bioziden in Gewässernähe
  • Keine land- und forstwirtschaftliche Nutzung bis in den direkten Uferbereich
  • Erhaltung und Förderung von naturnahen Ufersäumen
  • Beschränkung der Unterhaltung naturnaher Gewässerabschnitte auf ein Mindestmaß
  • Abschnittsweise oder zeitlich abgestufte Gewässerunterhaltung
  • Reusenfischerei nur mit fischottersicherem Gerät

Sonstige Maßnahmen