Bundesamt für Naturschutz

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Erhaltungsmaßnahmen

Handlungsempfehlungen zur Erhaltung der lokalen Population des Einfachen Rautenfarns

Um Beeinträchtigungen des Einfachen Rautenfarns durch Bewirtschaftung zu verhindern bzw. zu minimieren, werden folgende Maßnahmen empfohlen:

Landwirtschaft

  • Extensive Bewirtschaftung durch sporadische Mahd (evtl. auch extensive Beweidung) fördert den konkurrenzschwachen Rautenfarn, indem sie die Konkurrenz durch andere Arten mindert

Allgemein gilt für bewirtschaftete Flächen

  • Der Bestand sollte weder zu sehr beschattet noch zu dicht werden

Sonstige Maßnahmen

  • Die Schaffung von Offenboden angrenzend an das aktuelle Vorkommen könnte neuen Lebensraum schaffen und das Eindringen von konkurrenzstarken Gräsern (Land-Reitgras) aus der Umgebung verlangsamen
  • Die Absenkung des Grundwassers um einen Meter am aktuellen Standort wirkt sich vermutlich negativ auf den Bestand aus:
    • Es wäre zu erproben, in wie weit Schaffung von Rohboden in Grundwassernähe durch (evtl. auch kleinflächigen) Oberbodenabtrag neuen Lebensraum bieten könnte
  • Es besteht hoher Forschungsbedarf zur Ökologie des Einfachen Rautenfarns, um die Ursachen für den Rückgang zu verstehen und gezielte Hilfsmaßnahmen einleiten zu können:
    • EU-weite Forschung und ein Artenhilfsprogramm sollten gefördert werden
  • Für das aktuelle Vorkommen in Deutschland ist darauf zu achten, dass durch den militärischen Übungsbetrieb keine Schädigung der vorhandenen Population erfolgt
  • Zugleich kann der militärische Übungsbetrieb auch neue Lebensräume schaffen und die Art vor Pflanzensammlern schützen, und sollte daher aufrecht erhalten werden