Bundesamt für Naturschutz

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Erhaltungsmaßnahmen

Handlungsempfehlungen zur Erhaltung der lokalen Population des Breitrands

Nutzungsbedingte Beeinträchtigungen des Breitrands können von der Fischerei- und Landwirtschaft ausgehen. Um Beeinträchtigungen durch Bewirtschaftung zu verhindern bzw. zu minimieren, werden folgende Maßnahmen empfohlen:

Landwirtschaft

  • Breite Pufferzone um mindestens die Hälfte der Uferzone eines Gewässer (> 300 m)
  • Verbesserung der Wasserqualität durch Reduzierung des Nährstoffeintrages

Fischereiwirtschaft

  • Gewässersanierung durch Abfischung (bes. bei Renaturierungsmaßnahmen)
  • Reduzierung der Fischbesätze in möglichen Brutgewässern
  • Keine künstliche Erhöhung des Raubfischbesatzes
  • Verbesserung der Wasserqualität durch Reduzierung des Nährstoffeintrages
  • Breitrandgerechte Teichwirtschaft: im Herbst Restwassermenge belassen, in der die Käfer überwintern können, keine Kalkung, keine Zufütterung
  • Förderung von Röhrichtgürteln und Flachwasserzonen (mind. 30-50 m Breite)

Sonstige Maßnahmen

  • Anlage temporärer, größerer Flachgewässer (Mindestgröße 10 ha)
  • Stabilisierung des Wasserhaushaltes in den betreffenden Landschaften
  • Schaffung von Retentionsflächen am Rande größerer Flüsse und Ströme
  • Erhalt großflächig unzersiedelter Feuchtgebiete auf niedrigem Nährstoffniveau
  • Erhalt verschiedener Seentypen und Weiher unterschiedlicher Entwicklungsstufen in einem Gebiet