Bundesamt für Naturschutz

Hauptbereichsmenü



Heller Wiesenknopf-Ameisenbläuling (Maculinea teleius)

Knotenameisen und Großer Wiesenknopf

Der Helle Wiesenknopf-Ameisenbläuling ist eine wichtige Zeigerart für nährstoffarme, frische bis (wechsel-)feuchte Wiesen mit dem Großen Wiesenknopf, der Eiablagepflanze. Nur wenn die Mahd in diesen Wiesen spät genug erfolgt, können sich die Raupen in den Blütenköpfen des Großen Wiesenknopfs fertig entwickeln. Auf zweischürigen Wiesen muss ein früher erster Schnitt das Nachwachsen der Eiablagepflanze bis zur Flugzeit ermöglichen. Später verlassen die Raupen die Pflanze und vollziehen den Rest ihrer Entwicklung in Ameisennestern. Gut funktioniert dies nur bei einer einzigen Ameisenart, der Knotenameise Myrmica scabrinodis. In deren Nestern kann sich in der Regel nur eine Raupe pro Nest entwickeln. Daher müssen für den Hellen Wiesenknopf-Ameisenbläuling ausreichend große Wiesen zur Verfügung stehen.

Merkmale des Hellen Wiesenknopf-Ameisenbläulings

Der Helle Wiesenknopf-Ameisenbläuling. Foto: Roland Steiner.
Der Helle Wiesenknopf-Ameisenbläuling.

Lebensraum

Lebensraum des Hellen Wiesenknopf-Ameisenbläulings im Schönbuch. Foto: Gabriel Hermann.
Lebensraum des Hellen Wiesenknopf-Ameisenbläulings

Der Helle Wiesenknopf-Ameisenbläuling ist ein typischer Schmetterling der frischen und (wechsel-)feuchten Wiesen, aber nur wenn dort auch der Große Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis) und als Wirt geeignete Knotenameisen (hauptsächlich Myrmica scabrinodis) vorkommen. Fehlt der Wiesenknopf oder die Ameise, kann es auch keinen Wiesenknopf-Ameisenbläuling geben! Besiedelt wird das gesamte Spektrum unterschiedlicher Grasländer mit Wiesenknopfbeständen, insbesondere Pfeifengraswiesen und frische bis (wechsel-)feuchte Glatthafer- und Goldhaferwiesen, Wiesenknopf-Silgenwiesen, Feuchtwiesen und Hochstaudenfluren. Das Nutzungsspektrum umfasst ein- bis zweischürige Wiesen und junge, nicht verfilzte Brachestadien, z.T. auch schwach beweidete Flächen. Gemeinsam ist allen Lebensräumen, dass sie in der Regel nicht bzw. kaum gedüngt werden. Weitere Voraussetzung für das Vorkommen der Wiesenknopf-Ameisenbläulinge ist ein geeignetes Mahd- und Nutzungsregime (siehe Ökologie & Lebenszyklus).

Literatur

Literatur