Bundesamt für Naturschutz

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Eschen-Scheckenfalter (Euphydryas maturna)

Kleiner Maivogel: Weder Mai noch Vogel

Der Eschen-Scheckenfalter, auch Kleiner Maivogel genannt, ist ein attraktiver Tagfalter des lichten Waldes. Er ist an das Vorkommen von Eschen in warmen, feuchten und lichten Waldbeständen und Grünland-Waldinsel-Mosaiken gebunden. Die Falter fliegen, anders als der Name vermuten lässt, vorrangig im Juni. Nur in einigen Vorkommensgebieten (z.B. in Baden-Württemberg) oder in warmen Jahren können die ersten Falter bereits ab Mitte Mai auftreten. Die zuerst schlüpfenden Männchen sind dann auffällig und z.B. entlang von Wegen zu finden. In Deutschland wird der Eschen-Scheckenfalter nur noch an einzelnen Orten in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg und Bayern gefunden. Wichtigste Schutzmaßnahmen sind die Erhaltung und Förderung der Mosaiklandschaften, der Mittelwaldbewirtschaftung und die Schaffung lichter Waldbereiche z.B. über breite, gebuchtete Weg- und innere Waldränder, kontrollierter Verzicht auf Wiederbepflanzung von Windwurfflächen sowie Erhaltung und Schaffung von Lichtungen.

Merkmale des Eschen-Scheckenfalters

Der Eschen-Scheckenfalter ist ein typischer Schmetterling des lichten Waldes, der häufig auch auf Gehölzen ruht und dort entdeckt werden kann. Foto: Geyer & Dolek.
Eschen-Scheckenfalter

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Lebensraum

In den Lebensräumen des Eschen-Scheckenfalters müssen von der Sonne beschienene Eschen an warmen und luftfeuchten Standorten in geschützter Lage vorhanden sein. Im abgebildeten Lebensraum werden regelmäßig Raupengespinste nachgewiesen. Foto: Geyer & Dolek.
Lebensraum Eschen-Scheckenfalter

Der Eschen-Scheckenfalter besiedelt lichte Wälder und Mosaiklandschaften an warmen und luftfeuchten Standorten. Viele historische Vorkommen sind aus den ehemals natürlichen Auen bekannt, wo die Flussdynamik für ausreichende Lichtigkeit und Besonnung (Wärme) und die Nähe des Flusses für die notwendige Luftfeuchte sorgte. An den aktuellen Fundorten ist die Lebensraum schaffende Dynamik weitgehend vom Menschen verursacht. Ein wichtiges Beispiel sind die Stockausschlagswälder (Mittel- und Niederwälder) des Steigerwaldes in Bayern.

Literatur

Literatur