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Weißschnauzendelfin (Lagenorhynchus albirostris)

„Naseweiß“ in der Nordsee

Der Weißschnauzendelfin ist – im Gegensatz zum Weißseitendelfin – eher in küstennäheren Gewässern und auf dem Kontinentalschelf anzutreffen. Deshalb kommt er auch in der südlichen Nordsee regelmäßig vor. Nach dem Schweinswal ist der Weißschnauzendelfin der zweithäufigste Wal in deutschen Gewässern. Großräumig ist er – genau wie der Weißseitendelfin – von Cape Cod (Neuengland, USA) über Grönland und Island bis in die Nordsee verbreitet. Im Gegensatz zum kleineren Bruder ist der Weißschnauzendelfin relativ häufig in der südlichen Nordsee, wie regelmäßige Strandungen an den Küsten Deutschlands, der Niederlande und Belgiens zeigen. Die kleinen Gruppen mit 3-10 Tieren begleiten oftmals größere Schiffe und können dann gut beobachtet werden. In die zentrale Ostsee kommt er allerdings nur sehr selten.

Merkmale des Weißschnauzendelfins

Springender Weißschnauzendelfin. Foto: R. Richter/WDCS.
Springender Weißschnauzendelfin

Lesen Sie mehr über die Merkmale des Weißschnauzendelfins.

Lebensraum

Der Weißschnauzendelfin besiedelt meist die Schelfgebiete der Kontinentalsockel vorwiegend mit Wassertiefen bis 200 m, doch kommt er auch regelmäßig in tieferen Meeresgebieten vor. In schottischen Gewässern konnten Weißschnauzendelfine meist in kühlem und relativ flachem Wasser (13,4°C SST, 122,5 m tief) aber eher weit von der Küste entfernt (im Mittel 25,8 km) beobachtet werden (Weir et al. 2009). Das Meeresbodenrelief und die Wassertemperatur bestimmen zu einem großenTeil die Gruppengröße der Weißschnauzendelfine. Kleinere Gruppen kommen in wärmerem Wasser vor (Canning et al. 2008).

Verbreitung

Literatur

Literatur

Letzte Änderung: 15.02.2012

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