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Europäischer Nerz (Mustela lutreola)

Verschwundener Wassermarder

Der Europäische Nerz ist in Deutschland wie auch in ganz Mitteleuropa ausgestorben, die Gründe hierfür sind nicht abschließend geklärt. Neben einer starken Bejagung wegen seines wertvollen Pelzes, haben für das Verschwinden der Art wahrscheinlich auch industriell bedingte Gewässerverschmutzung und -ausbau sowie Nahrungsmangel entscheidende Rollen gespielt. Ursprünglich besiedelte die Art Europa von Nordspanien bis zum Ural und von Südfinnland bis nach Georgien. Der europäische Nerz lebt an naturnahen Gewässerufern, wo sich die Tiere hauptsächlich von kleinen Wirbeltieren, Krebsen und Insekten ernähren.

Merkmale des Europäischen Nerzes

Europäischer Nerz. Foto Bernhard Volmer.
Europäischer Nerz

Der Europäische Nerz ist ein kleiner, 30-40 cm großer dunkel schokoladenfarbiger Marder mit schlanker, länglicher Körperform. Besonderes Kennzeichen der Art sind die weiße Ober- und Unterlippenfärbung.

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Lebensraum

Die Ufer des Ebro bei Haro (Region La Rioja) in Nordwestspanien sind einer der wenigen noch verbliebenen Rückzugsräume des Europäischen Nerzes. Der Fluss ist nicht ausgebaut und überströmt während der Frühjahrshochwässer eine breite Auenlandschaft mit Geröllfeldern, Geschiebetümpeln und dichtem Buschwerk. Foto: Hans-Peter Eckstein.
Lebensraum

Der Europäische Nerz ist eng an Gewässer mit natürlichen oder naturnahen Ufern oder andere ausgedehnte feuchtigkeitsgeprägte Lebensräume wie Bruchwälder oder Sümpfe gebunden. Wesentlich für den Nerz ist das Vorhandensein geeigneter Versteckmöglichkeiten wie Uferhöhlen, Baumstubben und Ähnliches sowie eine ausreichende Nahrungsgrundlage. Den größten Anteil an der Nahrung stellen Amphibien, auch während des Winters (Sidorovich 2000). Deshalb bevorzugt der Europäische Nerz Gebiete, in denen die Gewässer im Winter nicht oder zumindest nicht vollständig zufrieren.

Verbreitung

Literatur

Literatur