Bundesamt für Naturschutz

Hauptbereichsmenü



Teichfledermaus (Myotis dasycneme)

Leben auf großem Fuß

Die Teichfledermaus besitzt im Vergleich zu ihrer Körperlänge große Hinterfüße. Mit diesen sammelt sie ihre Beute, hauptsächlich wasserlebende Insekten wie Zuckmücken, an Gewässern von der Wasseroberfläche auf. In den Sommermonaten hält sich die Teichfledermaus überwiegend in gewässerreichen Niederungen wie dem Norddeutschen Tiefland auf. Dort bezieht sie ihre Wochenstubenquartiere in und an Gebäuden (z.B. im Dachraum von Kirchen). Einzelne Tiere nutzen auch Baumhöhlen und Nistkästen in Gewässernähe. Die Teichfledermaus gehört zu den wandernden Fledermausarten. Ihre Winterquartiere können bis zu mehrere hundert Kilometern von den Sommerquartieren entfernt liegen.

Merkmale der Teichfledermaus

Teichfledermäuse im Winterquartier. Foto: Simon & Widdig GbR.
Teichfledermäuse im Winterquartier

Die Teichfledermaus ist eine mittelgroße Fledermausart mit auffallend großen Füßen mit dichten Borsten und fast weißem Bauchfell. Sie kann mit der Wasserfledermaus verwechselt werden. Die ebenfalls ähnlich aussehende Langfußfledermaus hat ihr Verbreitungsgebiet im europäischen Mittelmeerraum und den Balkanländern und kommt in Deutschland nicht vor. Dadurch ist eine Verwechslungsgefahr mit der Langfußfledermaus ausgeschlossen.

Lesen Sie mehr über die Merkmale der Teichfledermaus.

Lebensraum

Jagdgebiet der Teichfledermaus. Foto: Simon & Widdig GbR.
Jagdgebiet der Teichfledermaus

Der Sommerlebensraum der Teichfledermaus befindet sich in gewässerreichen Tieflandregionen und Flusstälern. Dort jagt sie über größeren Stillgewässern, langsam fließenden breiten Flüssen und Kanälen, vereinzelt auch entlang von Waldrändern und über Wiesen (Dense et al. 1996, Dietz et al. 2007, Meschede & Heller 2000, Roer 2011, Sluiter et al. 1971, Van de Sijpe et al. 2004).

Literatur

Literatur