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Mückenfledermaus (Pipistrellus pygmaeus)

Die Fledermaus der Flussauen

Die Mückenfledermaus besiedelt vor allem naturnahe Auwälder und gewässernahe Laubwälder. Ihre Wochenstubenquartiere sind häufig in Außenverkleidungen von Häusern, Zwischendächern und Hohlwänden, aber auch in Baumhöhlen zu finden. Die Mückenfledermaus ernährt sich ähnlich wie ihre nahe Verwandte die Zwergfledermaus von kleineren, fliegenden, hauptsächlich am Wasser vorkommenden Insekten wie Eintagsfliegen oder Zuckmücken.
Die Mückenfledermaus ist die kleinste Fledermausart Deutschlands und wird häufig mit der Zwergfledermaus verwechselt. Anhand der äußeren Merkmale sind die beiden Arten nur schwer zu unterscheiden. Jedoch erkennt man die Mückenfledermaus gut anhand des höheren Ultraschallrufes. Erst seit Mitte der 1990er-Jahre wird die Mückenfledermaus überhaupt als eigene Art betrachtet.

Merkmale der Mückenfledermaus

Die Mückenfledermaus. Foto: Christian Dietz.
Die Mückenfledermaus

Die Mückenfledermaus ist die kleinste Fledermausart Europas. Sie hat ein dunkel- bis mittelbraunes Fell mit schwarzen Flughäuten und eine auffällig kurze helle Schnauze. Die Mückenfledermaus kann leicht mit der Zwergfledermaus verwechselt werden. Sie ist erst seit Anfang der 1990er als eigenständige Art anerkannt und wurde zuvor immer als „Hochrufende oder 55-kHz-Zwergfledermaus“ bezeichnet.

Lesen Sie mehr über die Merkmale der Mückenfledermaus.

Lebensraum

Jagdgebiet der Mückenfledermaus in Nordhessen. Simon & Widdig GbR.
Lebensraum

Der bevorzugte Lebensraum der Mückenfledermaus ist in erster Linie der Auwald. Kleinräumig gegliederte, gewässer- und möglichst naturnahe Landschaften mit abwechslungsreichen Landschaftselementen werden ebenfalls regelmäßig als Lebensraum genutzt (Davidson-Watts et al. 2006, Lundy & Montgomery 2010, Sattler et al. 2007). In flussnahen Lebensräumen mit stufenreichen Uferrandstreifen, sowie in der Umgebung von Gewässern in Laubwäldern kommt die Mückenfledermaus besonders häufig vor. Dabei nutzt sie die Flussauen nicht nur als Nahrungsraum, sondern teilweise auch als Quartiergebiet (häufig Männchen- und Paarungsquartiere) (Braun & Häussler 1999, Davidson-Watts et al. 2006).

Literatur

Literatur